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In Japan gibt es eine Filialkette für Naturkosmetik, die den schönen Namen Cosmekitchen trägt: Kosmetik und Küche wurden hier zu einem Wort vereinigt. Obwohl ich es liebe, neue Naturkosmetikprodukte zu entdecken, ergänze ich meine Pflegeroutine oft mit (wirklich!) einfachen DIY-Rezepten. Die Zutaten dafür stammen alle aus meiner Küche, sie sind zugleich hochwertig und minimalistisch.

Pflanzliche Öle sind schon lange ein wichtiger Bestandteil meiner Pflegeroutine. Ein Klassiker aus meiner Beauty-Küche ist Bio-Kokosöl, das bis zu einer Temperatur von etwa 22 Grad fest ist, aber im Kontakt mit der Haut sofort schmilzt. Ich nehme ein kleines Stückchen davon und massiere es nach dem Duschen in die noch feuchte Haut ein. Einen Hauch Kokosöl kann man auch in die trockenen Haarspitzen kneten – der Duft ist köstlich! Wer Kokosöl nicht mag, kann ebenso gut zu Olivenöl oder Sonnenblumenöl greifen. Im Gesicht reichen schon zwei bis drei Tropfen aus, damit das Gesicht nicht fettig glänzt. Übrigens kann man Öl auch zum Abschminken verwenden, dazu einfach einen Wattepad beträufeln. Das Augenmakeup wird damit schnell gelöst, das Öl sollte dabei aber nicht ins Auge geraten – also vorsichtig mit dem Pad über das Lid streichen.

Apropos Öl auf feuchter Haut auftragen: Statt mit einem klassischen Gesichtswasser kann man das Gesicht vor dem Auftragen des Öls mit Kokoswasser, kaltem Grüntee oder auch Aloe Vera-Saft erfrischen und befeuchten. So lässt sich das Öl leichter verteilen, es zieht schneller ein und schleust zudem Feuchtigkeit in die Haut. Alle drei dieser alternativen Gesichtswasser enthalten eine ganze Reihe von Mineralien, Spurenelementen, Vitaminen oder Antioxidatien. Am besten sofort verbrauchen, denn die Haltbarkeit ist gering.

Für die morgendliche Gesichtsreinigung greife ich in den letzten Wochen gern zu Honig, der entzündungshemmend und pflegend wirkt. Ich trage den Honig auf dem trockenen Gesicht auf, massiere ihn kurz ein und spüle ihn dann mit warmen Wasser ab. Zusammen mit etwas Kokoswasser und Kokosöl als nachfolgende Gesichtspflege ergibt das eine tolle Morgenroutine aus der Küche. Bei entzündlicher Haut kann man Honig auch als Maske einsetzen: Dazu verrühre ich einen Teelöffel Honig mit einem Teelöffel Öl, gelegentlich gebe ich wegen der enthaltenen Antioxidantien noch einen halben Teelöffel Kakaopulver dazu. Nach zehn Minuten nehme ich die klebrige Masse mit Wasser wieder ab. Honig kann man auch als heilende Lippenpflege einsetzen – es ist nur schwierig, den Honig nicht sofort von den Lippen abzulecken, sondern etwas einwirken zu lassen.

Ein Klassiker der DIY-Kosmetik sind Körperpeelings mit mineralreichem Meersalz. Ich vermische dazu vier Esslöffel Meersalz mit ebenso viel Öl und trage die Paste unter der Dusche auf der Haut auf. Mit Wasser abspülen, dank der rückfettenden Wirkung des Öls ist danach keine weitere Pflege nötig.

Inspiriert von einem bekannten Naturkosmetikprodukt ist meine letzte Rezeptidee: Dazu einen Teelöffel fein gemahlene Mandeln und einen Teelöffel Öl vermengen, ich presse die Paste dann sanft (ohne zu Rubbeln!) auf der Gesichtshaut an. Diese pflegende Mandelreinigung kann man zusätzlich noch mit ein wenig Aloe Vera-Saft oder Honig aufpeppen. Mit Wasser abspülen und die zart gepflegte Haut genießen.

Seid ihr Fans von DIY-Beauty? Welche Zutaten holt ihr von der Küche ins Bad?

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