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„Merry Christmas!“ tönte es mir entgegen, als ich vor drei Jahren Anfang November in England unterwegs war und die Lobby meines Hotels betrat. Der sehr vergnügte und durchaus etwas kauzige Hotelinhaber war gerade dabei, das Hotel weihnachtlich-kitschig zu schmücken – und die Lobby sah entsprechend chaotisch aus: Weihnachtsbäume aus Plastik, glitzernde Kugeln und Lametta lagen zwischen Leitern und Kartons herum. Noch immer muss ich jeden November an diese kuriose Situation denken; sie erinnert mich daran, dass man an langen Novemberabenden gut schon mal über Weihnachtsgeschenke nachdenken kann…
Wie wäre es denn damit, selbst gemachte Beauty-Produkte zu verschenken? Die drei folgenden Rezepte sind nicht zu zeitaufwändig und gelingen auch ohne professionelles Handwerkszeug. Die Flakons sowie die benötigten pflanzlichen Öle habe ich im Naturkosmetikfachhandel, im Biomarkt und in Online-Shops gekauft.

Tipp 1: Ein pflegendes und regenerierendes Winter-Gesichtsöl

30 ml Kameliensamenöl
10 ml Arganöl
10 ml Chiasamenöl (oder Hagebuttenkernöl)

Alle drei Öle miteinander in einem Glasbecher mit einem Löffel kurz vermischen und dann in einen 50ml-Glasflakon geben, der mit einer Pipette verschlossen wird.

Die Basis dieses Gesichtsöls bildet das Kameliensamenöl, es erfreut sich in Ostasien großer Beliebtheit für die Haut- und Haarpflege. Dank des hohen Anteils an Ölsäure wirkt es schützend und pflegend. Arganöl wird insbesondere für trockene Haut empfohlen, es deckt ein breites Fettsäurespektrum ab. Das ganz im Trend liegende Chiasamenöl wird aus den Samen des spanischen Salbeis gepresst. Das Wirkstofföl hat wegen des hohen Gehalts an Alpha-Linolensäure zellregenerierende Eigenschaften und zieht gut ein.

Mein grundsätzlicher Tipp für Gesichtsöle: Schon 3-4 Tropfen genügen für das gesamte Gesicht. Öle ziehen ganz fix ein, wenn man sie auf der feuchten Haut aufträgt! Ich verwende ein Gesichtsöl gern als Tagespflege über einem Blütenwasser, genauso gut kann man das Öl aber auch abends nach dem Abschminken als Nachtpflege nehmen.

Tipp 2: Ein beduftetes Weihnachts-Körperöl

50 ml Aprikosenkernöl oder Mandelöl
50 ml Sesamöl
Ätherische Öle von Orange und Vanille (oder eine andere Duftmischung)

Die beiden pflegenden pflanzlichen Öle in einem Glasbecher miteinander vermischen. Dann 5 Tropfen ätherisches Orangenöl und 5 Tropfen Vanilleöl dazu geben. In einen 100ml-Glasflakon mit Schraubverschluss füllen (ich verwende dafür gern die Original-Ölflaschen wieder, einfach das Etikett ablösen).

Als Basisöl für diese Körperpflege nehme ich gern Mandel- oder Aprikosenkernöl, beide wirken pflegend und feuchtigkeitserhaltend. Das wärmende Sesamöl wird traditionell in ayurvedischen Pflegeritualen eingesetzt, da es als reinigend und anregend gilt. Ohne Duft macht mir ein Körperöl allerdings nicht so viel Spaß: Ätherisches Orangenöl heitert auf, das ätherische Vanilleöl wirkt einhüllend und entspannend. Wer mag, kann auch zu einer der weihnachtlichen Duftmischungen von z.B. Primavera oder Farfalla greifen (oder das Öl natürlich auch ohne Duft belassen).

Tipp 3: Meine abendliche Honigmaske

20 ml Honig
10 ml Jojobaöl

Am besten eignet sich für diese Maske ein etwas zäherer, flüssiger Honig – oder aber ich vermische einen cremigen mit einem flüssigen Honig. Das Jojobaöl gebe ich dann zum Honig und verrühre die Masse sorgfältig. Als Behälter eignet sich ein kleiner Tiegel (lässt sich besser befüllen) oder eine kleine Quetschtube (nur bei flüssigem Honig geeignet).

Abends lasse ich die Honigmaske für etwa 10 Minuten einwirken, bevor ich sie mit lauwarmem Wasser wieder abspüle. Honig enthält diverse Vitamine, Aminosäuren, Mineralstoffe sowie Enzyme und wirkt entzündungshemmend auf der Haut. Um die Haut auch mit pflegenden Lipiden zu versorgen, enthält diese Maske außerdem das (oxidativ stabile) Jojobaöl.

Zum Schluss noch ein Wort zur Haltbarkeit: Ich empfehle, die Öle und auch die Maske innerhalb von drei Monaten zu verbrauchen.

Verschenkt ihr an Weihnachten selbst gemachte Geschenke? Sind auch Beauty-Produkte darunter?

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