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Valentinstag. Der Tag an dem sich unglückliche Singles noch mieser fühlen und Frischverliebte mit Herzen (und Schokopralinen) um sich werfen. Es gibt wohl kaum einen anderen Feiertag, der so stark polarisiert. Am 14. Februar ist es wieder einmal soweit. Ich habe mich dieses Jahr dazu entschieden, tatsächlich und wortwörtlich Herzen zu werfen. Nämlich in Richtung meines Mundes.
Ich lade euch “herzlich” ein, es mir gleichzutun, um euch und vielleicht auch eure Liebsten mit Herzen zu versorgen. Meine Version ist vegan und außerdem super leicht zu machen.

Die Kartoffelherzen

Benötigt werden vorwiegend festkochende Kartoffeln, die möglichst groß sein sollten. Alte und seltenere Bio-Kartoffeln wie “Desiree”, die “Rote Emmalie” oder die “Blaue Elise” (Violetta) geben eine optische und geschmackliche Abwechslung.

Ich habe mich allerdings für die vorwiegend mehligkochenden Bio-Kartoffeln der Sorte “Agria” und der festkochenden “Linda” entschieden. Letztere ist durch ihre Lagerung im Moment allerdings eher vorwiegend festkochend. Beide eignen sich hervorragend für alle Backofen- oder Fritteusen-Gerichte.
Die Geschichte der Kartoffel “Linda” ist eine ereignisreiche, denn fast wäre es ihr wie vielen anderen Kulturgütern ergangen und sie hätte nicht mehr angebaut werden können. “Linda” gibt es bereits seit 1974 auf dem deutschen Markt, doch 2004 wurde sie von der Saatgutliste gestrichen und durfte daher nicht mehr gehandelt werden. Der Grund dafür war das Sortenschutzrecht, welches nach dreißig Jahren entfiel und der Saatgutkonzern kein Geld mehr an den Lizensrechten verdienen konnte. Dies zog viele Proteste engagierter Bio-Bauern nach sich, die unter dem Slogan “Rettet Linda” öffentlich auf das Problem aufmerksam machten und ihre “Linda” trotzdem anbauten. Nach jahrelangen Rechtsstreitigkeiten und beschlagnahmten Kartoffeln, kam es über einem Umweg dann doch noch zu einem Happy End. 2009 wurde in England eine Neuzulassung für “Linda” erteilt. Die Zulassung in Deutschland war nun endlich durch das EU-Recht möglich. Ich bin froh, dass zumindest in dieser Angelegenheit für “Linda” und für die Vielfalt entschieden wurde. Dank vieler engagierter Menschen, die so stark für die Knolle kämpften, können wir am Valentinstag also ein wenig sortenreicher schlemmen. Wenn das nicht wahre (Kartoffel-)Liebe ist.

 

Zubereitung & Zutaten

  • 1 Kilogramm Kartoffeln
  • Olivenöl
  • Basilikum
  • Salz
  • Sesam
  • Herz-Ausstechform

Nachdem ich die Kartoffeln gewaschen habe, habe ich sie in etwa 0,5 bis 1 cm dicke Scheiben geschnitten. Die Schale darf natürlich dran bleiben. Mit Hilfe der Form, habe ich kleine Herzen aus den Kartoffelscheiben gestochen. Der ganze Rest der von den Kartoffeln übrig bleibt, kann theoretisch trotzdem mit in den Ofen. Ich hab meine aufgehoben und am nächsten Tag Kartoffelsuppe daraus gekocht.
Die Herzen sollten, bevor sie in den Ofen kommen, noch mit etwas Olivenöl bestrichen werden. Außerdem habe ich sie mit getrocknetem Basilikum, Sesam und etwas Salz bestreut. Auf einem Blech ausgelegt, brauchen die Herzen ungefähr 25 Minuten bei 200°C Umluft.

 

Der Rote Bete-Dip

  • 500 Gramm Rote Bete
  • 1 bis 2 Knoblauchzehen
  • 1 mittelgroße Zwiebel
  • 1 Esslöffel Olivenöl
  • 1 Esslöffel Zitronensaft
  • Koriander
  • Süßes Paprikapulver
  • Zimt
  • Kreuzkümmel
  • Rosmarin
  • Salz & Pfeffer

Während die Kartoffelherzen im Ofen garen, kann der Dip aus Rote Bete zubereitet werden. Optimal ist es, wenn die Rote Bete zuvor bereits geschält und gekocht wurde. In Stücke geschnitten kommen Rote Bete, Knoblauch, Zwiebel, Olivenöl und Zitronensaft in den Mixer bis alles eine cremige Konsistenz hat. Ich habe mich für zwei Knoblauchzehen entschieden, sodass es wirklich intensiv nach Knoblauch schmeckt. Mögt ihr Knoblauch nicht so sehr wie ich, rate ich euch besser zu einer oder gar nur einer halben Zehe. Die Gewürze habe ich nach Gefühl hinzu gegeben. Ich würde sagen, dass jeweils eine größere Prise reicht. Am Ende muss nur noch alles mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt werden.
Derweil sollten die Kartoffelherzen fertig sein, sodass beides gemeinsam serviert werden kann.

Alternative: Das Farbenspiel lässt sich ganz einfach umdrehen, indem man die Kartoffelherzen durch Rote Bete-Herzen austauscht und statt des Rote Bete-Dips Humus zubereitet.

 

Peace, Love & Potatoes!

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