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Bevor dieser Artikel nie zu Stande kommt, fange ich einfach an. Ich bin nämlich im Reiseplan-Fieber!

Gefühlt das ganze Internet habe ich quergelesen, neben meinem Laptop stapeln sich mit Post its bespickte Kochbücher und Reiseführer und in meiner Wohnung verteilen sich handgeschriebene Listen. Abends gucke ich Filme und Reportagen, schreibe Facebook- und WhatsApp-Nachrichten an Freunde, die mir ihre Geheimtipps verraten sollen.

Ich bin aufgeregt ! Ich kann kaum schlafen vor Aufregung. Aber wieso die ganze Aufregung?

Ich reise nach Japan!

Fast 4 Wochen erkunde ich das Land der aufgehenden Sonne.

Morgen sitze ich im Flieger nach Tokio. Alleine. Das wird meine erste lange Fernreise. Ich bin zwar Reiseerfahren und habe in den letzten Jahren viele fremde Länder und Kulturen gesehen, aber alleine war ich noch nie so lange unterwegs.

Und deswegen habe ich diesmal meine Phobie gegen Reisepläne überwunden. Ich bin nämlich eigentlich jemand, der am liebsten ohne Plan verreist. Reisepläne schmieden, dass fühlt sich so an wie das Geburtstagsgeschenk einfach schon vor dem Geburtstag zu öffnen.

Vorher schon alles über die Orte zu wissen die ich besuche, dass nimmt irgendwie den Zauber. Und dann ist da noch der Nervenkitzel, denn natürlich läuft man bei einer ungeplanten Reise Gefahr sich zu verirren, Fehler zu machen und das Wichtigste zu verpassen. Passiert ist Letzteres aber noch nie, denn die Frage ist ja, was für mich selbst wichtig ist. Reisen ohne Plan hat sich jedenfalls immer abenteuerlich angefühlt.

Die Slow Travel-Philosophie von Dan Kieran, dessen Buch ich jedem Reisehungrigen ans Herz legen möchte, ist genau mein Ding. Normalerweise.

Normal ist aber gerade nichts, denn ich bin nervös. Was erwartet mich? Wie finde ich mich zurecht, ohne Straßennamen und Schilder lesen, und ohne ein Wort Japanisch sprechen zu können? In welche Fettnäpfchen könnte ich treten? Und wie einsam fühle ich mich als auffällige Europäerin in der größten Metropolregion der Welt?

Die Reise zu planen, das beruhigt mich diesmal. Und ich glaube in Japan gibt es genug Möglichkeiten sich zu verirren – auch mit Plan.

Japan also. Warum eigentlich Japan?

Begonnen hat mein ernsthaftes Interesse einer Japan-Reise Anfang letzten Jahres in meiner Facebook-Timeline. Klar, Japan war immer schon ein Reiseziel, von dem ich geträumt habe. Aber es war eher der Traum davon den Mount Fuji zu sehen, rosa Kirschblüten zu bestaunen, Essen aus Automaten zu ziehen, ein Katzen-Café zu besuchen und Sushi, Sashimi, Ramen, Okonomiyaki & Co. zu schlemmen. Ein Traum. Aber viel zu weit weg um wahr zu werden.

Zurück zur Facebook-Timeline: Erst war es Katharina (esskultur.at), die im Januar vier Wochen in Japan verbrachte. Gleich im Anschluss war Stevan (Nutriculinary) in Tokio unterwegs und dann im April meine Bio Blog-Kollegin Julie (Beautyjagd). Als ich dann im November auch noch Claudias (Dinner um Acht) beneidenswerte Reisefotos aus Tokio sah, war es endgültig um mich geschehen: In einer Dezembernacht, kurz vor Weihnachten, habe ich mir meinen Flug nach Tokio gebucht. Ein Weihnachtsgeschenk von mir an mich. Mein Traum war nun mehr als ein Traum. Er war zum Greifen nah. Und morgen wird er wahr.

Seit dieser Dezembernacht plane ich meine Reise. Was ich alles vorhabe, erzähle ich anhand von (Link)-Listen weiter unten im Text. Außerdem habe ich die interessantesten Japan (hauptsächliche Tokio) Reiserecherche-Ergebnisse aus Blogs in Listen zusammengefasst. Für alle, die auf der Suche nach (kulinarischen) Japan-Tipps sind oder eine Reise nach Japan planen, ist das reichlich interessantes Lesefutter.

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Jetzt muss aber erst mal eine kleine Stärkung her! Reisen planen macht nämlich hungrig – vor allem wenn man sich dabei auf alles was mit Essen zu tun hat, fokussiert. Und ihr, liebe Leser, sollt schließlich nicht mit tropfendem Zahn vor dem Bildschirm sitzen.

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Weil es heute schnell gehen muss, gibt es ein ganz einfaches, japanisches Gericht: Okayu. Reisbrei!

Reis ist das Grundnahrungsmittel und zentrales Element der japanischen Küche. Wusstet ihr, dass „Gohan“, das Wort für gekochter Reis, Synonym für „Mahlzeit“ ist?

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Die Bedeutung von Reis ist stark mit der japanischen Geschichte verknüpft. Mit seiner Kultur, Wirtschaft und nationaler Identität: Reis verkörpert die Seele Japans. Und deswegen habe ich dieses Gericht ausgesucht. Okayu ist ein Brei aus Reis und Wasser und wird in Japan oft bei Erkältungen oder Magenproblemen gereicht. Mir schmeckt er aber auch im gesunden Zustand. Zum Beispiel als Frühstück oder Snack für Zwischendurch. Hat man den Reisbrei erst einmal gekocht, kann man ihn süß mit Früchten, oder herzhaft mit Gemüse, Ei oder Fisch kombinieren. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt!

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Okayu – Reisbrei mit Honig-Ingwer-Zitronensauce und geröstetem Sesam

Zutaten für 2 Personen

Für den Reisbrei
100 g Rundkornreis
500 ml Wasser
1 Prise TL Salz

Für die Sauce
1 TL Ingwer, geschält und gerieben
2 TL Honig
Saft ½ Zitrone (ist eigentlich nicht japanisch, schmeckt mir persönlich aber in fast jedem Essen)
1 EL Sesam

Zubereitung

  • Reis in einen Topf geben, waschen und das Wasser wieder ausgießen. Diesen Vorgang wiederholen bis das Wasser klar wird.
  • Nach dem Waschen des Reis, 500 ml Wasser zum Reis in den Topf geben und 30 Min. quellen lassen. Mit verschlossenem Deckel zum kochen bringen. Sobald das Wasser kocht, die Hitze reduzieren und den Reis langsam 30 Min. köcheln, dabei immer wieder umrühren.
  • Nach der Kochzeit das Salz hinzufügen, umrühren und den Reis für weitere 15 Min. ziehen lassen.
  • Währenddessen alle Zutaten für die Sauce vermengen. Sesam in einer Pfanne ohne Fett rösten.

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  • Warmen Reis auf Schüsseln verteilen, Honig-Ingwer-Zitronen-Sauce darüber träufeln und Sesam darüber streuen.

Tipp: Okayu schmeckt auch herzhaft, z.B. mit Erbsen, Avocado, Frühlingszwiebeln und Matjes (siehe Bild am Anfang des Artikels).

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So. Jetzt bin ich wieder gestärkt und voller Energie, um meine Reisepläne für Japan fortzuführen.

Tokio, Kyoto, Osaka, Nara, Koyasan, Naoshima, Okayama, Fukuyama, (vielleicht noch Hiroshima) dann noch 10 Tage Südkorea – so sieht mein Reiseplan bisher aus. Ich bin mit Bus und Zug unterwegs und habe mir für 7 Tage den Japan Railway Pass gegönnt.

Mal sehen, wie ich mich in den japanischen Zügen zurechtfinde und ob ich zwischendurch die Route ändere, einen Ort auslasse oder einen anderen entdecke. Nach all der Lektüre über Japan, die ich förmlich inhaliert habe, kann ich es jetzt kaum aushalten vor Neugierde!

Nun folgt eine Liste, mit Dingen die mich in Japan ganz besonders interessieren. Dinge, die ich sehen, essen, machen, oder kaufen möchte und auf die ich durch Blogs, Magazine, Pinterest-Boards, Instagram, Reiseführer und Empfehlungen von Freunden aufmerksam gemacht wurde.

Essen

Einkaufen

  • Das Bio-Kaufhaus Natural House in Tokio durchstöbern
  • Depachika – Durch die Lebensmittelabteilungen von Kaufhäusern schlendern (z.B. Mitukoshi i Tokio)
  • Handgemachte Keramik kaufen: Schalen, Teller, Becher …
  • Ein japanisches Messer kaufen

Angucken und erleben

  • Das Nachtleben in Tokio erkunden (wenn´s sein muss, in eine Karaoke-Bar gehen)
  • Ein Kabuki (Tanztheater) besuchen
  • Die Kirschblüte (Hanami) auf dem Friedhof Aoyoma Rei-en (in Tokio) bestaunen
  • Durch den Bambuswald von Arashiyama spazieren
  • Ein Foto vom Mount Fuji machen
  • Einsame Gärten besuchen und in Ruhe ein Buch lesen
  • In einem Tempel in Koyasan übernachten
  • In einem Onsen (heiße Thermalquellen) baden
  • Kunst und Architektur auf Naoshima bestaunen
  • Eine Bio-Miso-Fabrik in Fukuyama besuchen
  • Eine Matcha-Tee-Plantage besuchen

Klingt ambitioniert? Ich weiß! Aber es ist ja nur eine Liste, an der ich mich orientieren möchte, die ich erweitern und ändern kann. Und ganz ehrlich – diese Liste ist ein kleiner Ausschnitt aus Dingen, die ich in den letzten Wochen recherchiert und gefunden habe. Ich bin fast verrückt geworden! Bei all den Möglichkeiten hätte ich locker ein halbes Jahr durch Japan reisen können. Die wichtigsten und interessantesten Fundstücke habe ich weiter unten für euch gesammelt.

Das ist aber nicht genug! Wenn ihr auch noch Tipps für mich habt – immer her damit!

War von euch schon mal jemand alleine in Japan unterwegs? Ich freue mich über jede Inspiration, jeden guten Ratschlag, Geheimtipp oder Hinweis!

Und jetzt: Sayōnara! Bis bald – und dann mit kulinarischen Reisegrüßen aus Japan!

Tokio-Fundstücke in deutschen Blogs

Nutriculinary

Dinner um Acht

esskultur.at

Chez Matze

Alle Suchergebnisse über Tokio

beautyjagd

Food Blogs aus Tokio

Ich hätte so gerne eine Food Tour bei Yukari gemacht, leider war ich zu spät dran. In ihrem Blog habe ich aber reichlich Tipps für eine eigene Food Tour gefunden:

Einstimmende Filme

Reiselektüre

Kochbücher

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