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Was bedeutet es, wenn im Bioladen die Aufsteller mit Sonnenschutzprodukten zu entdecken sind? Richtig, der Frühling ist da! Da wird es doch gleich mal Zeit, sich näher mit dem Thema Sonnenschutz zu beschäftigen. Ich werde in diesem Blogpost zuerst einige Basisinformationen zusammenstellen und dann noch Tipps für die Anwendung von natürlichen Sonnenschutzprodukten geben.

Wovor Sonnencremes schützen

Sonnenschutzprodukte schützen vor UVA- und UVB-Strahlen, die unterschiedliche Wellenlängen haben. UVA-Strahlung mit einer Wellenlänge von 315-400nm dringt bis zur Lederhaut vor und ist damit auch für die Hautalterung verantwortlich. Dagegen reichen UVB-Strahlen mit einer Wellenlänge von 280-325nm nicht so weit (nur bis zur Oberhaut) und können zu einem klassischen Sonnenbrand führen. Vor diesen beiden Strahlungsarten schützen Sonnenschutzprodukte, die einen Breitbandfilter haben. Auf der Verpackung kann man das am kleinen runden Kreis erkennen, in dem UVA steht. Das bedeutet dann, dass der UVA-Schutz eines Produkts mindestens einem Drittel des UVB-Schutzes entspricht.

Welche Lichtschutzfilter es gibt

Synthetische Lichtschutzfilter wie Ethylhexyl Methoxycinnamate oder Butyl Methoxydibenzoylmethane absorbieren die UV-Strahlung und wandeln sie in Wärmeenergie um. In zertifizierter Naturkosmetik findet man sie nicht, denn sie stehen nicht nur im Verdacht, allergen zu wirken oder teilweise auch instabil zu sein, sondern sie fördern zudem das Korallensterben, wenn sie ins Wasser gelangen. In Fischen wurden die synthetischen Filter leider auch schon nachgewiesen.

Mineralische Filter dringen hingegen nicht in die Haut ein, sondern reflektieren das Sonnenlicht auf der obersten Hautschicht. Die physikalischen Sonnenschutzfilter Titandioxid und Zinkoxid können deswegen jedoch einen weißlichen Schleier auf der Haut hinterlassen. Die Sonnencreme LSF 30 von Lavera setzt auf den Filter Titandioxid und kommt ohne umstrittene Nano-Partikel aus (wenn Partikel kleiner als 100 Nanometer sind, müssen sie seit 2013 in der INCI-Deklaration angegeben werden).

Einige pflanzliche Öle haben einen meist niedrigen natürlichen Lichtschutzfilter, der auf den im Öl enthaltenen Antioxidantien beruht (sie schützen vor freien Radikalen, die durch UV-Strahlung entstehen).

Wie lange man mit Sonnencreme geschützt ist

Die Höhe des Lichtschutzfaktors (LSF) zeigt an, wie lange man sich geschützt in der Sonne aufhalten kann, indem man einfach die Zahl mit der Eigenschutzzeit der Haut multipliziert: Beträgt die Eigenschutzzeit bei einem mittleren Hauttyp etwa 15 Minuten, kann man sich mit LSF 30 etwa 7 Stunden in der Sonne aufhalten. Dennoch blockieren Sonnencremes das Licht nicht komplett! Auch mehrmaliges Auftragen der Sonnencreme erhöht den Sonnenschutzfaktor nicht, ist aber trotzdem wichtig, weil sich der Sonnenschutz im Laufe des Tages durch Reibung oder Schweiß reduzieren kann.

In dem Zusammenhang möchte ich noch einen Hinweis zur Menge an Sonnencreme loswerden, die man auftragen sollte: Um den ausgelobten Lichtschutz zu erreichen, sind 2mg Creme pro cm2 Haut erforderlich, das sind mehr als 30ml für den gesamten Körper oder etwa ein Drittel Teelöffel für das Gesicht! Ich glaube, dass viele Menschen ihre Sonnencreme nicht so großzügig auftragen – schon deswegen muss man von einem reduzierten Sonnenschutz ausgehen.

Tipps zur Anwendung von Naturkosmetik-Sonnenschutz

Da mineralische Sonnencremes stärker weißeln als Produkte mit synthetischen Sonnenschutzfiltern, empfehle ich, die Creme portionsweise aufzutragen und nach und nach sorgfältig auf der Haut zu verteilen – also nicht eine große Menge auf einmal, die man dann nicht mehr verteilt bekommt. Gründliches Einarbeiten reduziert ebenfalls das Weißeln.

Besonders praktisch finde ich Sonnensprays wie das von Lavera mit LSF 20, das auf einem verarbeiteten Sonnenblumenöl basiert (es wurde neu überarbeitet). Es lässt sich besser als eine klassische Creme verteilen und fühlt sich auf der Haut nicht klebrig an.

Mein DIY-Tipp: Eine leichte Tönung verhindert ebenfalls, dass der Sonnenschutz kalkig weißlich auf der Haut aussieht. Dazu kann man einfach ein bisschen Mineralfoundation, aber auch ein klein wenig der getönten BB Cream oder der cremigen Foundation ins Sonnenprodukt geben.

Wozu After Sun gut ist

Ich pflege meine Haut nach der Sonne gern mit einer After Sun Lotion: Sie kühlt die Haut, bietet Feuchtigkeit und dazu pflanzliche Extrakte, die die Haut beruhigen und antioxidativ wirken.

Habt ihr euch schon um Sonnenschutz gekümmert in diesem Jahr? Was ist euch dabei besonders wichtig?

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