Headerbild_juliaG_marathonEin Jahr – das sind 52 Wochen, 365 Tage, 8760 Stunden, 525600 Minuten,  31536000 Sekunden. Okay, ich weiß, ihr müsst gleich mal Tage, Stunden, Minuten, Sekunden abziehen weil der Januar schon fast vorbei ist. Aber als Optimist*in wendet ihr dann den Blick sofort auf all die Zeit, die euch in 2017 noch bleibt. Denn die wollt ihr doch optimal nutzen – richtig? Deshalb erinnere ich heute daran, wie wichtig neben der guten Ernährung die regelmäßige Bewegung ist. Und belasse es nicht bei platten Ermahnungen. Aus eigener Erfahrung verrate ich euch die Tricks, die auch mir geholfen haben, regelmäßig Sport zu machen.

Für mich bedeuten 365 Tage „ein Jahr für einen Tag“ – konkreter: ein Jahr für exakt zwei Stunden, 43 Minuten und zwei Sekunden. Das ganze letzte Jahr habe ich auf den einen Tag hingearbeitet – hin gefiebert – ihn herbeigesehnt – mich darauf gefreut – ihn gefürchtet – auf den Tag des Frankfurt Marathons. Und all die vielen Kilometer, die vielen Stunden Laufen und Training haben sich in diesen zwei Stunden, 43 Minuten und zwei Sekunden verwirklicht, denn ich bin Bestzeit gelaufen, Deutsche Meisterin geworden.

Rückblick: Frankfurt Marathon 2015: Die Tränen laufen mir die Wangen herunter, ich sitze im Besenwagen bei KM 30 – er soll mich zurück zur Festhalle bringen. Nichts geht mehr, der Rücken ist blockiert. Alles umsonst – die ganze Vorbereitung –  das ganze Training – die vielen Kilometer – Alles. Nichts geht mehr! Ich bin leer. Ein Jahr später. Frankfurt Marathon 2016: Ich liege in der Festhalle auf dem roten Teppich – die Tränen laufen mir die Wangen herunter – ich wälze mich im Konfetti – erst jetzt merke ich, wie groß der Stein ist, der mir gerade vom Herzen gefallen ist, kein Stein, ein Fels. Ich strahle und weine und realisiere erst langsam richtig, dass ich ein Jahr auf diesen Tag – auf diesen Moment hingearbeitet habe. Ein nahezu unbeschreibliches Gefühl. Vielleicht auch das, was einen Marathon so besonders und einmalig macht. Ich habe es geschafft! Ich genieße den Moment.

Wie ich müsst ihr natürlich nicht gleich loslegen – das wäre auch gar nicht gesund für all diejenigen, die 2017 ihre ersten Läufe machen wollen. Aber anfangen, ja das könnt ihr. Gleich heute. Und dann dranbleiben – und Ziele erreichen. Eure eigenen. Wie das geht? Bei mir hat es geklappt, obwohl ich als voll berufstätige Lehrerin eigentlich gar nicht genug Zeit für eine Marathonvorbereitung auf diesem hohen Niveau habe.

Wer will, findet Wege – das gilt auch bei den guten Vorsätzen für mehr Sport. In Bezug auf das Training hilft, das Laufen als Teil des Alltags zu etablieren. Wer das vier Wochen durchhält, für den ist es dann so selbstverständlich wie Zähneputzen. Mit meinen Tricks schafft ihr das:

  • Morgens bevor ihr die Wohnung verlasst stellt ihr schon mal die Laufschuhe in den Weg zwischen Haustür und Couch
  • Die Laufsachen legt ihr auf die Couch.

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Dann werdet ihr sicherlich nicht einfach auf die Klamotten sinken und die Schuhe zur Seite kicken, oder? Sondern alles anziehen und loslaufen. Und dabei ganz wichtig:

  • Langsam laufen. Der schönste Spruch dazu: lächeln statt hecheln. Besser ist, drei Mal in der Woche langsam als einmal schnell zu laufen.
  • Wichtig finde ich, sich Ziele zu setzen. Dabei geht es gar nicht um eine Bestzeit, sondern eher darum, demnächst mal 10 oder 20 Minuten am Stück zu schaffen und das dann zu steigern. Ein Lauftagebuch unterstützt das und macht Freude, wenn die wichtigen Schritte so dokumentiert sind.
  • Belohnt Euch: Eine Belohnung nach dem Lauf ist ein leckerer selbstgemachter Smoothie mit natürlichen Zutaten aus dem Biomarkt. Darauf darf man sich ruhig schon während des Laufens freuen und vielleicht sogar überlegen, was man alles reinmixt.

Headerbild_juliaG_tagebuch

Und wenn der innere Schweinehund mal wieder zu laut knurrt, schick ihn ins Körbchen – und lauf los! Welche Tipps habt ihr?

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