Bio-Bloggerin Ariane hat einen kleinen Frühjahrsputz in ihrem Kühlschrank veranstaltet und aus den Lebensmittel-Resten eine Buddha Bowl gemacht.

Es ist Zeit für einen Frühjahrsputz in meinem Kühlschrank bevor der Sommer an die Tür klopft! 

Dort warten heute wieder diverse Reste darauf gegessen zu werden: Ein Schälchen Quinoa vom Vorabend, ein Rest Schafskäse, eine Handvoll Radieschen, 1 Tasse Erbsen, ein paar Stangen Spargel und 4 einsame Erdbeeren. 

Bunt befüllte Schalen

Aus Resten wie diesen lässt sich wunderbar eine Buddha Bowl kreieren. So nennt man die bunt gefüllten Schalen, die meist aus einem Teil Kohlenhydrate, den verschiedensten rohen, gekochten, gedünsteten oder gebratenen Gemüse- oder Obstsorten und eiweißreichen Lebensmitteln bestehen.

Buddha Bowls schmecken rund um die Uhr und man kann sie mit allem füllen worauf man gerade Lust hat. Voraussetzung ist nur, dass man ein bisschen Muße und Geduld für die Präsentation der Bowl mitbringt, denn bei einer Buddha Bowl werden die verschiedenen Zutaten meist mit viel Liebe nebeneinander angerichtet.

Wobei – ich persönlich bin da nicht so dogmatisch. Das Auge isst zwar mit, aber viel wichtiger ist, dass es schmeckt! Und da ich ein eher ungeduldiger Mensch bin, geht´s manchmal auch ein bisschen wild auf meiner Bowl zu. Bei mir zählen die inneren Werte 😉

2017 – das Jahr der Buddha Bowl?

Die Huffington Post hat das Jahr 2017 übrigens als „Das Jahr der Buddha Bowl“ betitelt.

Für meinen Geschmack kommt dieser Titel ein bisschen spät. So habe ich doch schon letztes und vorletztes Jahr lauter bunte #buddhabowls bei Instagram und Pinterest bewundert und mich gefragt woher eigentlich der Name kommt.

Was hat „der Erwachte“ mit einer Schale Gemüse zu tun? Oder warum trägt das Gericht aus der Schale den Namen des Symbols einer Weltreligion? Werde ich mit dem Genuss dieser Schalenspeise etwa die vollkommene Weisheit erfahren? Werde ich zu einem besseren, glücklicheren Menschen?

Spaß beiseite. Die Buddha Bowl (jap. zuhatsu) ist die größte Schale des Ōryōki, einer meditativen Form des gemeinsamen Essens, die aus verschieden großen, mit Speisen befüllten Schalen besteht und in japanischen Zen-Klöstern praktiziert wird. Die größte Schüssel, die Buddha Bowl, symbolisiert dabei den Kopf und die Weisheit Buddhas.

Die Achtsamkeit während des Essens und ein ritueller Ablauf, nachdem die Speisen in einer bestimmten Reihenfolge schweigend gegessen werden, ist der Grundgedanke von Ōryōki.

Ob diese Werte und Traditionen nun auch auf den amerikanischen Food-Trend der Buddha Bowl bezogen werden können, sei dahin gestellt. 

Ich persönlich finde die „Achtsamkeit“ in der Form der Zubereitung der Buddha Bowl wieder, die etwas meditatives mit sich bringt und jeder Zutat einen eigenen Platz gibt. Und wenn man die Buddha Bowl, wie ich, als Resteessen zelebriert und auch den Überbleibseln seine Wertschätzung gibt, ist das bewusster Genuss wie ich ihn mag …

Spargel-Erdbeer-Quinoa-Bowl

Zutaten für 2 Personen
250 g (bunter) Quinoa
200 g grüner Spargel, gewaschen, untere trockene Enden entfernt und leicht geschält
Olivenöl zum Braten
1 Zwiebel, geschält und gehackt
200 g Erbsen, frisch oder TK
Salz und Pfeffer zum Abschmecken
1 EL brauner Zucker
2–3 EL Aceto Balsamico
180 g Radieschen, geputzt und geviertelt
4–5 große Erdbeeren, geputzt und geviertelt
½ Limette, Saft
2–3 EL Olivenöl
100 g Schafskäse, gewürfelt
½ Bund Petersilie, geputzt und gehackt

Zubereitung

  • Quinoa nach Packungsanleitung kochen.
  • Spargel in etwa 2 cm schräge Scheiben schneiden.
  • 3 EL Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebel darin glasig anbraten. Erbsen hinzugeben und für etwa 8–10 Min. bei mittlerer Hitze gar braten. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, in eine Schüssel geben und beiseite stellen.
  • In der selben Pfanne 2–3 EL Öl erhitzen und den Spargel darin anbraten. Nach etwa 5 Min. den braunen Zucker dazugeben, alles gut durchschwenken und karamellisieren lassen. Nach weiteren 3–4 Min. mit Balsamico ablöschen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Spargel in eine Schüssel geben und beiseite stellen.
  • Radieschen ebenfalls in etwas Öl in der vorher verwendeten Pfanne anbraten und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  • Gekochten Quinoa auf 2 Schüsseln verteilen und danach abwechselnd im Kreis die verschiedenen angebraten Gemüse und die Erdbeeren nebeneinander anrichten.
  • Limettensaft und Öl mit einer Prise Salz und Pfeffer zu einer Vinaigrette vermengen und jeweils etwa 2 EL davon über die Buddha Bowls geben. Mit Schafskäse und Petersilie bestreuen und genießen.

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