Es wird dann doch galoppierend Herbst in Europa: Die Tage werden spürbar kürzer und farbgefleckte Baumkronen fangen an, sich zu erleichtern. Das ist allerdings kein Grund, die Winterschlaf-Phase einzuläuten. Soul-Food schmeckt doppelt so gut, wenn es nur noch halb so warm ist. Diesmal mit Salbei-Kürbis-Risotto.

Aber hallo erstmal! Ich bin Hannes. Von Beruf bin ich Fotograf mit wortwörtlichem Fokus auf  Sport & Outdoor. Und deshalb auch konstant unterwegs und draußen. Ob mit meinem ausgebauten Bus „Fuchur“, mit Rad & Zelt, in den Felswänden der Berge oder einfach nur zu Fuß durch die Wälder. Ich liebe das Draußensein. Meine Arbeit ist nomadisch und stressig aber vor allem ein riesengroßes Privileg. Ich darf als Arbeitsalltag (falls es den je gibt) unglaublich viel erleben und kennenlernen, weit weg wie vor der Haustür. Wer wissen möchte, was ich so mache, kann das unter www.twoseconds.de sehen. Aktuelles gibt es vor allem auf Instagram unter @twosecondsphoto oder Facebook.

Gestatten: Hannes.
Gestatten: Hannes, leidenschaftlich hinter Kamera und Herd.
Schwarzwald - Sonnenuntergang
Bus Fuchur genießt den Sonnenuntergang vom Schauinsland mit Blick über den Schwarzwald.

Ständig auf Achse zu sein ist für mich auch eine kreative Herausforderung an meine Ernährung. Die soll nämlich gleichzeitig lecker, gesund und dabei abwechslungsreich sein. Bio soll es sein. Und viel Arbeit soll meine Ernährung nicht machen.

Die erste spontane Assoziation: Unmöglich! … Wirklich Unmöglich? Eigentlich nicht. Aus der Komfortzone der heimischen Küche möchte ich euch in vielen Aspekten herauslocken, vor allem mit Spaß und Neugierde immer im Gepäck. Dass ich dabei Bio-Zutaten verwende, wo es mir möglich ist, ist Anspruch und Überzeugungssache. Etwas Gekochtes ist eindeutig mehr als nur die Summe der verwendeten Zutaten. Aber wenn die schon nicht gut sind, wird das Ergebnis auch nicht gut. Und „gut“, dazu gehört für mich persönlich ein intensiver Geschmack, der Verzicht auf Pestizide, Liebe & Leidenschaft bei einer nachhaltigen Produktion und eine faire Behandlung von Tieren. Es gibt so viele gute Gründe dafür, sich „für Bio“ zu entscheiden. Wer kennt es nicht: Eine reife Bio-Tomate vs. eine aufgepumpte rote Wasserfrucht? Da muss ich zumindest keine Sekunde lang nachdenken!

Hier beim Bio-Blog möchte ich euch meine Lieblingsrezepte zeigen! Häufig koche ich vegetarisch, manchmal vegan. Streng bin ich dabei nicht. Und ein Leben ohne Käse? Unvorstellbar! Wer ganz großen Appetit auf Fleisch hat, kann bei fast allen Rezepten auch eine deftige nicht-vegetarische Variante hinzuimprovisieren. Ich bin gespannt auf eure Ideen dazu! Nebenbei präsentiere ich euch auch immer wieder kleine Tips, die das Draußen-Genießen praktisch und einfach machen. 

Zum Einstand habe ich mir ein herbstliches Salbei-Kürbis-Risotto ausgesucht, das ich neulich auf einer Fahrt durch die wundervollen Nord-Vogesen und den Schwarzwald gekocht habe. Da ich mit einem verstauchten Fuß grade alles ruhig angehen lasse, sind die kleinen Ausflüge und Jobs in gutmütigen Hügel-Landschaften genauso wie die Risotto-Zutaten eine fantastische Reise durch die Jahreszeit. Das fertige Salbei-Kürbis-Risotto ist genauso kräftig und aromatisch wie Salbei, die getrockneten Pilze und Tomaten. Es ist gleichzeitig herzlich und irgendwie raffiniert, ohne dabei kompliziert zu sein. Ein toller Begleiter, wie ich finde!

Die Zutaten für das Salbei-Kürbis-Risotto.
Aus dem Beutel gepurzelt: Die Zutaten für das Salbei-Kürbis-Risotto.


Die Zutaten für zwei Personen
passen bequem in einen Beutel:

  • 160 g Risotto Reis (Arborio)
  • ¼  Hokkaido Kürbis
  • 0,4 l Gemüsebrühe
  • 100 ml trockener Weißwein
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 1 Schalotte
  • 5 EL Butter
  • 2 EL Olivenöl
  • 50 g getrocknete Pilze
  • 50 g getrocknete Tomaten
  • 100 g Hartkäse (Parmigiano)
  • Eine Hand voll Salbeiblätter
  • Kräuter
  • Wildblumen
  • Pfeffer
  • Muskatnuss

 

Die Zubereitung des Salbei-Kürbis-Risotto ist einfach aber braucht mit etwa 50 min etwas Geduld.

Was ich am meisten an der Zubereitung mag: Das Salbei-Kürbis-Risotto ist auch ein Rezept für minimal Kochfaule. Aber es braucht konstante Aufmerksamkeit und ständiges Rühren. Und eine Stunde Gemütlichkeit an der frischen Luft im Sonnenuntergang ist nicht verkehrt, oder? Auch Wein und Brühe werden immer nur in kleinen Mengen hinzugegeben. Aber das ist kein Problem, ein Schluck Wein oder Brühe während des gemeinsamen Kochens verkürzt die Zeit ungemein!

  • Zuerst die Brühe kochen, um damit die Pilze und Tomaten einzuweichen.
  • 2 EL Butter zerlassen und die Salbeiblätter anbraten, danach beiseitestellen.
  • Den Rest Butter zerlassenen und die kleingeschnittene Schalotte und Knoblauch kurz anbraten.
  • Den Reis hinzufügen und für 10min ebenfalls auf kleiner Flamme anbraten, (!!) nicht ansetzen lassen. Das ist besonders bei Caping-Kochern anspruchsvoll, deren Flamme sehr heiß und punktuell ist.
  • Mit Wein ablöschen.
  • Jetzt die Brühe (je eine „Kelle“) hinzufügen, verkochen lassen und wieder eine hinzufügen..
  • Den kleingeschnittenen Kürbis nach 5-10min hinzufügen und mitkochen lassen.
  • Sobald die Brühe leer ist, die eingeweichten Pilze und Tomaten einrühren.
  • Zum Schluss das Olivenöl und den (fast kompletten) geriebenen Käse unterheben.
  • Das nun sämige Salbei-Kürbis-Risotto kräftig mit Pfeffer und Muskat abschmecken.

 

 

Sobald das Salbei-Kürbis-Risotto abgeschmeckt und fertig ist, kann es aufgetan werden. Vor dem Essen nicht vergessen: Die Portionen mit den angebratenen Salbeiblättern anrichten. Mit ein wenig Glück ist auch vielleicht Käse übrig. Die Teller oder Schüsseln mit essbaren Blumen und Wildkräutern verzieren. Und voila..

Guuden!

 

 

Salbei-Kürbis-Risotto
Leckere Grüße mit Salbei-Kürbis-Risotto.
Brühe oder Wein
Egal ob Brühe oder Weißwein, kochen ist lecker!

 

Guuden
Die letzten farbenfrohen grüße des Herbstes..
Ein Bissen
Wer kann da schon nein sagen?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zum Schluss noch mein Tip für die kluge Unterwegs-Küche

Ich bin ein großer Freund von Plastik-Vermeidung. Dabei helfen zum Beispiel ganz alltagstaugliche Behälter aus Stahl, wie zum Beispiel mein Favorit von Kleen Canteen. Eine großartige und durchaus preiswerte Upcycling-Idee sind Schraubgläser. Denn wenn das kleine Pesto-Glas leer ist, nicht gleich wegwerfen. Es lässt es sich gründlich ausgespült ausgezeichnet als Gewürz- oder Butter-Glas auf Reisen benutzen!

 

 

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