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In nur wenigen Tagen eröffnen in den Innenstädten wieder die Weihnachtsmärkte. Durch die Straßen strömt bald der verführerische Duft von süßen Mandeln und den Gewürzen vom Glühweinstand. Und ich kann es kaum erwarten! Als Veganerin genieße ich zwar die Atmosphäre auf den Märkten, esse und trinke aber dennoch am Liebsten daheim, denn da weiß ich wo die Produkte herkommen und ob sich auch wirklich keine tierischen Zutaten darin verstecken. Um auch euch langsam in Weihnachtsstimmung zu versetzen, zeige ich heute, wie ihr drei typische Leckereien vom Weihnachtsmarkt ganz einfach vegan und bio zuhause nachmachen könnt.

Gebrannte Mandeln

  • 200 Gramm ungeschälte Mandeln
  • 200 Gramm Zucker
  • 30 Gramm vegane Margarine
  • 100 Gramm Wasser
  • 2 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Teelöffel Zimt

Letztes Weihnachten hat meine Mama die ganze Familie mit selbstgebrannten Mandeln überrascht und wir wurden über Wochen hinweg alle gut mit ihnen versorgt, denn wir haben nicht genug davon bekommen. Ich fragte sie daraufhin nach ihrem Rezept und bin glücklich, dass ich es an euch weitergeben darf.

Hauptattraktion sind hier die ungeschälten Bio-Mandeln von Rapunzel. In einer Packung sind 200 Gramm und das Rezept daher perfekt auf diese Menge abgestimmt.

In einer großen Pfanne werden Zucker, Zimt, Margarine, Vanillezucker und Wasser vermengt und unter ständigem Rühren bei hoher Hitze zum Kochen gebracht. Erst dann kommen die Mandeln dazu. Es braucht etwas Geduld, aber schon bald wird der Zucker trocken und das Wasser verdampft. Sobald das geschehen ist, wird der Herd auf die mittlere Stufe gestellt und weitergerührt bis der Zucker leicht zu schmelzen beginnt und die Mandeln beginnen vom Zucker zu glänzen. Jetzt können die fertigen gebrannten Mandeln auf einem Backblech ausgebreitet werden und auskühlen. Zwischendurch naschen ist aber absolut legitim!

Veganer Glühwein (mit Alkohol)

  • 1 Flasche veganer Biowein
  • 1 große Bio-Orange, reif
  • 1 Schuss brauner Rum
  • 4 Esslöffel Zucker
  • 1 halbe Vanilleschote
  • 1 Teelöffel Zimt
  • 3 Gewürznelken
  • 1 Sternanis
  • 3 Kardamomkapseln

In der Regel eignet sich erstmal jeder Wein zum Glühwein. Ich nehme daher immer die Sorten, die ich sowieso schon lecker finde. Und das sind meistens Dornfelder. Gerne lieblich, manchmal auch halbtrocken. Für dieses Glühweinrezept habe ich den halbtrockenen Biowein aus dem Zellertaler Keller gewählt. Dafür habe ich aber auch etwas mehr Zucker im Rezept verwendet.

Der Wein kommt in einen großen Topf und wird erstmal auf niedriger Stufe erhitzt. Mein Herd braucht ein bisschen, weshalb ich die paar Minuten nutzen kann, um die Zutaten nach und nach hinzuzufügen. Die Orange schneide ich in Scheiben und presse sie ganz leicht über dem Topf aus, bevor ich sie hinein gebe. Der Rest kommt dazu wie er ist. Der Wein sollte nicht kochen, da ansonsten ein Teil des Alkohols verschwindet. Auf niedriger Stufe kann er für ungefähr eine halbe Stunde auf dem Herd bleiben, bis die Zutaten wieder herausgefischt werden und der fertige Glühwein in eine Flasche abgefüllt oder direkt getrunken werden kann.

Wieso ist Wein oft nicht vegan?

Schließlich besteht Wein doch aus vergorenen Beeren, oder nicht?

Viele Winzer klären ihre Weine und befreien sie damit von Trübstoffen und mindern den Gerbstoffgehalt. Für diese Klärung werden tierische Mittel wie Speisegelatine (aus Schweineschwarten und Rinderknochen), Albumin (aus Hühnerei), Kasein (aus Kuhmilch) und Hausenblase (die Schwimmblase von bestimmten Fischarten) eingesetzt. Weine die so geklärt wurden, können daher nicht als vegan bezeichnet werden. Allerdings gibt es auch tierfreundliche Möglichkeiten den Wein aufzuarbeiten. Das funktioniert zum Beispiel mit pflanzlicher Aktivkohle, Bentonit und Kaolin (beides Tonminerale) oder mit pflanzlichem Protein aus Bohnen, Erbsen oder Kartoffeln.

 

Leider sind nicht alle veganen Weine im Geschäft als solche erkennbar. Denn’s Biomarkt jedoch, kennzeichnet all seine veganen Weine mit einem grünen V und macht es uns schon direkt vor dem Einkaufsregal ganz leicht eine Kaufentscheidung zu treffen.

 

 

Liebesäpfel mit Karamellüberzug

  • 2 säuerliche Bioäpfel
  • 2 dicke Holzstäbchen
  • 100 Gramm Zucker
  • 1 Esslöffel Wasser
  • 2 Teelöffel Zitronensaft
  • Optional: Kokosflocken, bunte Streusel oder Mandelsplitter als Topping

Liebesäpfel schmecken am Besten mit säuerlichen Apfelsorten. Ich habe mich für den Bio-Braeburn entschieden, der schön fest ist, sehr aromatisch schmeckt und ein süß-säuerliches Aroma hat. Weil Braeburns recht große Äpfel sind, sind stabile Holzstäbchen wichtig. Ich habe einfach zwei Holzspieße genommen.
Zuerst werden die Äpfel gründlich gewaschen und gegebenfalls von der Wachsschicht befreit, falls vorhanden. Ansonsten hält das Karamell nicht richtig.

In einem kleinen Topf werden nun Wasser, Zucker und Zitronensaft zum Kochen gebracht und unter ständigem Rühren zum Karamellisieren gebracht. Der Zucker löst sich nach einer Weile auf und wird bräunlich. Anbrennen sollte er aber auf keinen Fall. Zwischendurch kann ein Test nicht schaden. Dafür wird einfach eine Löffelspitze voll auf einen Teller gegeben und geschaut, wie schnell die Masse fest wird. Wird sie fest, kann sie runter vom Herd. Ansonsten heißt es weiterrühren.

Sobald das Karamell bereit ist, können die beiden Äpfel in den Topf und mit der Masse übergossen werden. Damit sie beim Trocknen nicht irgendwo festkleben, eignet sich ein Teller mit einer Zuckerschicht gut, um sie darauf auskühlen zu lassen.

Wer möchte, kann den noch nicht ausgekühlten Apfel mit bunten Streuseln, Mandelsplittern oder Kokosflocken dekorieren. Ein richtiger Hingucker sind die Liebesäpfel natürlich, wenn sie leuchtend-rot strahlen. Doch so einfach ist das in bio und vegan leider nicht hinzubekommen. Die meisten roten Lebensmittelfarben sind entweder synthetisch oder enthalten Echtes Karmin, was tierischen Ursprungs ist. Ich nutze ansonsten gerne die Lebensmittelfarben von Biovegan. Die rote Farbe besteht aus Rote Beete-Pulver und ist besonders gut für gebackene Speisen oder Kaltspeisen geeignet. Das Karamell könnte eine rötlichere Farbe bekommen, wenn es mit Erdbeersirup oder Himbeersirup angemischt wird. Ich bin mit meinem ungefärbten Karamell aber genauso zufrieden.

Was sind eure liebsten Leckereien auf dem Weihnachtsmarkt?

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