Wenn es bei mir rot im Glas schimmert, ist es kein Rotwein. Und wenn es gelb leuchtet, kein Bier. Dabei trinke ich gerne und viel – aber am meisten Wasser. Klar, als Sportlerin brauche ich viel Flüssigkeit. Zugegeben: Wasser ist unspektakulär – okay – löscht jedoch den Durst am besten. Ich habe aber auch zwei Geheimwaffen im Glas beziehungsweise in der Tasse, die machen nicht nur schnell, sondern auch fit und gesund: Morgens trinke ich gerne rot und abends gelb.

Ja richtig gelesen: Jeden Morgen gehört für mich der Rote Bete Saft zum guten Frühstück – natürlich aus der Glasflasche. Und ich schwöre auf den milchsauer vergorenen Saft aus biodynamischer Züchtung als samenfeste Sorte. Da stimmt das Aroma und die Bio-Qualität fängt wirklich beim Samenkorn an. Rote Bete Saft gilt unter Sportlern – vor allem Läufern – fast schon als legales Doping. Damit steigert man nämlich die Verfügbarkeit von Sauerstoff im Blut, mehr Sauerstoff wird so in die Muskeln transportiert. Die rote Rübe hat es wirklich in sich – die auffällige Farbe ist auf den Farbstoff Betanin zurück zu führen, ein Antioxidans, das unter anderem das Immunsystem stärkt. In Roter Bete stecken außerdem viel Eisen und Folsäure. Was für eine Kraftknolle die Rote Bete ist erkläre ich regelmäßig meinen Arbeitskollegen und Freunden, die doch manches Mal etwas irritiert meinen roten Damenbart nach dem Trinken sind. Und viele habe ich schon überzeugt, selbst die, die bei Rote Bete eher an muffig-erdigen Geschmack gedacht haben. Doch der Saft schmeckt richtig frisch – ich mag ihn kalt aus dem Kühlschrank am liebsten. Rote Bete Saft macht mich also leistungsfähiger für meine langen Läufe. Außerdem fördert das natürliche Wundermittel nach harten Einheiten die Regeneration. Es kann also durchaus sein, dass ich mir auch abends nochmal ein Glas davon einschenke.

Aber eigentlich setze ich abends voll auf gelb – nämlich auf Kurkuma Latte. Gerade jetzt an den nasskalten Herbsttagen trinke ich, wenn es draußen dunkel wird, gerne was Warmes – und wärmendes. Gemütlich auf dem Sofa gehört für mich der Genuss der goldenen Milch fast schon zum Feierabend dazu. Doch das ist nicht nur ein schönes Ritual, sondern gleichzeitig auch Kraftquelle nach einem harten Training oder einem langen Tag: Kurkuma steckt voller Nährstoffe und Antioxidantien, ist also meine zweite Wunderwaffe

Neben warmen Pflanzendrink und Kurkuma kommen mir noch weitere scharfe Gewürze in die Tasse: Ingwer, Chili, Pfeffer und Zimt. Zuerst erwärme ich den Drink und rühre dann einen Teelöffel Kurkuma ein und gebe jeweils eine Prise Chili, Pfeffer und etwas Zimt hinzu. Ingwer reibe ich mit der Reibe frisch hinein. Diese Mischung kann mehr als „nur“ von innen wärmen. Diese Gewürze haben es in sich. Sie beugen nämlich Entzündungen vor. Für mich als Läuferin also ganz besonders wichtig, da viele Verletzungen erst durch Entzündungen entstehen. Die Bio-Qualität der Gewürze ist hier ganz besonders wichtig, da diese ansonsten sehr häufig mit Pestiziden belastet sind. Vor allem der Namensgeber des Getränks, der dem Getränk die satt-gelbe Farbe verleiht, ist der Entzündungshemmer Nummer eins. Er bringt nämlich Kurkumin mit, was das Eiweiß Nf-kB hemmt und Entzündungsreaktionen in Gelenken verhindern soll. Damit der Wirkstoff im Darm optimal aufgenommen werden kann, kommt der Pfeffer dazu.

Neugierig geworden auf Trink-Experimente der besten Art? Ein bisschen ist es mit meinen flüssigen Geheimwaffen wie mit dem Lauftraining: Um einen Erfolg zu erzielen muss man dran bleiben. Also versucht doch mal rot und gelb regelmäßig zu trinken und verratet mir dann mal, wie sie euch schmecken.

 

 

 

 

 

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