Was braucht man für einen perfekten Burger-Abend? Eine Küche, frische Zutaten und ein gutes Rezept sind schon mal ein guter Anfang. Aber richtig gut schmeckt es erst in gemeinsamer Runde – auch wenn man die Gastgeber vorher noch nie gesehen hat. Bio-Bloggerin Ariane erzählt von ihrem perfekten Burger-Blind Date.

Donnerstag, kurz vor 18 Uhr. Ich schiebe den Kinderwagen samt meiner schlafenden Tochter in den denn´s in Schöneberg und pelle mich aus meiner Regenjacke. Gleich treffe ich Alena. 

Ich halte neugierig Ausschau nach ihr, denn wir beide treffen uns heute zum ersten Mal. Ein Bild Date im Bio-Supermarkt. Spannend! 

Wie wir dazu kommen? Alena hat den „perfekten Veggie-Burger-Abend“ für sich und 4 Freunde bei einem Online-Gewinnspiel auf denns-biomarkt.de gewonnen. Ich bin auch ein Teil des Abends, darf mit kochen bzw. braten und dokumentiere den Spaß mit meiner Kamera. 

Überraschungen sind eine schöne Sache und deswegen lasse ich mich auch von diesem Abend gerne überraschen. Welchen Menschen ich wohl heute begegne? In welcher Küche werden wir kochen? Ist genug Platz für uns alle? Hoffentlich gibt es genug Kochutensilien! Und scharfe Messer? Wird meine 6-Monate alte Tochter mich wohlmöglich den ganzen Abend auf Trab halten? HOFFENTLICH ist sie auch heute so entspannt wie sonst …

Mit all diesen Fragen im Kopf stehe ich im Eingang von denn´s und blicke auf einmal in zwei ebenso fragende Gesichter. Alena und ihre Schwester Nina sind da und ich habe gleich ein gutes Gefühl. Ich glaube, dass wird ein entspannter Abend.

 

Zuallererst wird eingekauft. Während wir Süßkartoffeln, Avocados, Rote Bete, Burger-Brötchen, Linsen-Patties, Käse und Bio-Limo in den Einkaufswagen laden, tauschen wir uns über unsere kulinarischen Vorlieben aus. Wir sind alle keine Vegetarier, aber Gemüse ist trotzdem eine gute Sache. Wir essen selten Fleisch, und wenn dann nur Bioqualität. Genauso achten wir natürlich auch beim Gemüse auf Bio. Bewusster Genuss und ein verantwortungsvoller, nachhaltiger Umgang mit unserer Umwelt beeinflussen unsere Kaufentscheidung. Wir kochen am liebsten frisch und saisonal – Fertigprodukte sind nicht so unser Ding. 

Wo wir auch gleich auf das nächste Thema stoßen: die fertigen Linsen-Bratlinge. Ich bin ja jemand, der sogar die Burger-Brötchen selber bäckt. Vorgefertigte Patties kommen normalerweise gar nicht in Frage! Allerdings durfte ich die Linsen-Bratlinge schon vorher probieren und war positiv überrascht wie gut sie sich im Burger gemacht haben. Sogar meine Mama fand sie gut – und das will was heißen! Auch Alena und Nina sind anfangs skeptisch, lassen sich dann aber auf eine weitere Überraschung ein. Zur Not gibt´s ja noch die Beilagen in Form von Rote Bete- und Süßkartoffel-Ecken, Guacamole und Tortilla-Chips 😉

Wir schieben den vollgepackten Einkaufswagen zur Kasse. Dort wartet schon Jan, der Bruder der beiden, um uns beim Tragen zu helfen. Im Kinderwagen ist es immer noch verdächtig still. So ein Glück, dass die Sirene noch nicht losgegangen ist! Zusammen laufen wir mit unseren Einkäufen eine Straße weiter und sind auch schon da. 

Nachdem wir uns die zwei Stockwerke des Berliner Altbaus nach oben geschleppt und Einkäufe und Baby abgeladen haben, sitzen wir am Küchentisch und schnippeln um die Wette.

Meine Tochter ist mittlerweile aus ihrem Dornröschenschlaf erwacht, hat es sich auf Jans Schoß bequem gemacht und untersucht seine Armbanduhr. Es klingelt an der Tür. „Na, übst du schon mal?“ ruft Jana, die Freundin von Jan, mit einem Augenzwinkern aus dem Flur in die Küche. Jana ist werdende Mama, da haben wir natürlich gleich ein Thema und tauschen uns unbefangen über Schwangerschaft und das neue Leben als Mama aus. Unsere Jobs sind natürlich auch Thema unserer Küchengespräche. Ninas Freund Michael, der sich mittlerweile auch zu uns gesellt hat, war mal Koch und arbeitet jetzt als Sportsoldat bei der Bundeswehr. Alena ist Sozialpädagogin, Nina reist als Eishockeyspielerin um die Welt, Jan ist Sportlehrer und Jana Unternehmensberaterin. Eine bunte und ziemlich sportliche Runde ist da also an einen Tisch gekommen!

Still wird es an diesem Abend zum ersten Mal, als wir dann endlich in unsere Burger beißen.

„Schmeckt gar nicht so schlecht, der Bratling“ stellt Michael fest. „Nee, aber wirklich. Hätt´ ich nicht gedacht!“ Die anderen nicken kauend mit dem Kopf und belegen zufrieden die nächste Runde Burger mit selbstgemachter Guacamole, Zwiebelringen, Koriander und Cheddar. Die Süßkartoffel-Spalten und Rote Bete-Ecken aus dem Ofen passen wunderbar dazu und die Tortilla Chips sorgen für den nötigen Knusperspaß.

Dann verabschiede ich mich langsam aus der Runde. Das Kind muss ins Bett und außerdem will ich den Vieren noch ein bisschen Privatsphäre gönnen. Auf dem Nachhauseweg sinniere ich über den gelungenen Abend. Ich freue mich, dass ich so viel Glück mit meinen Gastgebern hatte und meine Tochter ein kleiner Engel war. Es hätte ja auch ganz anders kommen können, schließlich verbringe ich nicht jeden Abend bei wildfremden Menschen in der Küche. Dieser Abend ist wiedermal ein gutes Beispiel, dass die Leidenschaft für gutes, bewusstes Essen verbindet. Und so beschließe ich für mich, dass dies das perfekte Burger-Blind Date war! 

Mexikanische Veggie-Burger mit Guacamole und Süßkartoffel-Spalten

Zutaten für 4 Personen
4 Süßkartoffeln, geputzt und in lange Spalten geschnitten
6 EL Olivenöl
½ TL Cayennepfeffer
½ TL Salz
3 essreife Avocados, entkernt und geschält
½ Limette, Saft
1 rote Zwiebel, geschält und feingehackt
½ Chili, entkernt und feingehackt (nach Geschmack)
4 Gemüsefrikadelle Rote Linse
4 O Mundo Burger-Brötchen, aufgeschnitten
4 gehäufte EL Grill & Burger-Sauce
4 Scheiben Käse (z.B. Cheddar)
1 rote Zwiebel, geschält und in Ringe geschnitten
1 Bund Koriander, geputzt
1 Packung Tortilla-Chips

Zubereitung

  • Backofen auf 180 °C Umluft vorheizen. Backblech mit Backpapier auslegen.
  • Süßkartoffel-Spalten in einer großen Schüssel mit dem Öl, Cayennepfeffer und Salz vermengen und nebeneinander auf das Blech geben. Etwa 15–20 Min. auf mittlerer Schiene in den Ofen geben.
  • Währenddessen Guacamole zubereiten: Avocados mit einer Gabel auf einem Teller mit 5–6 TL Limettensaft zermanschen. Mit der gehackten Zwiebel und Chili vermengen und 1 Prise Salz abschmecken.
  • Gemüsefrikadellen auf einem weiteren mit Backpapier ausgelegtem Backblech 10 Min. und Burger-Brötchen 5 Min. zu den Süßkartoffeln in den Ofen geben.
  • Nach Ablauf der Zeit die butterweichen Süßkartoffeln, knusprigen Gemüsefrikadellen und krossen Burger-Brötchen aus dem Ofen holen.
  • Nun die Burger belegen: Die untere Hälfte der Brötchen mit Burger-Sauce bestreichen und Gemüsefrikadellen darauf legen. Nacheinander mit Käse, Guacamole, Zwiebelringen und Koriander-Blättchen belegen und mit der oberen Brötchenhälfte abschließen. 
  • Veggie-Burger mit den Süßkartoffeln, Tortilla-Chips und der übrigen Guacamole servieren und genießen.

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