Ein Problem mit dem man sich als Mutter eines Veggie-Kindes besonders herumschlagen muss, ist es die ausreichende Zufuhr von Nährstoffen, Vitaminen, Mineralstoffen & Co zu gewährleisten. Im Grunde kein großes Ding – ich selbst ernähre mich seit ich 12 bin vegetarisch, später vegan, bin kerngesund und weiß ziemlich genau was mein Kind braucht. Problematisch wird das Ganze dann, wenn der Sprössling sich als kleiner „Gemüseverweigerer“ entpuppt.

Nun ist das in dem Alter nichts Ungewöhnliches. Diese Phase machen viele (Klein-) Kinder (und deren Mütter) durch. Das Gute und gleichzeitig Verwunderliche daran ist: Das Kind ist nicht per se gegen Gemüse. Ganz im Gegenteil – der Kleine liebt den Geschmack. Was er aber echt blöd zu finden scheint, ist wie Gemüse aussieht. Sprich: Erkennt Sohnemann das Gemüse als Solches, wird es kategorisch abgelehnt! Allerdings auch das nur in gekochter Form – sonst wäre das Ganze ja viel zu einfach. Rohes Gemüse wie Paprikastreifen, Gurkenscheiben oder Möhrenspalten liebt er heiß und innig! Puuuh… *klopf, klopf, klopf* Immerhin etwas!

Was nun das Verschmähen von gekochten Gemüsegerichten angeht, muss ich also kreativ sein und mit Trick 17 arbeiten. Was zum Beispiel immer geht ist Pizza! Klar, typisch Kind eben… Sieht das Mittagessen aus wie´ne Pizza bekomme ich sogar Mangold in den kleinen Mann. Dieses absolut himmlische Rezept der mallorcanischen Pizza Coca de Trampó  zum Beispiel wird  bei uns recht häufig zubereitet. Es geht schnell, ist lecker, die Zutaten hat man meist eh zu Hause und der Belag kann super angepasst werden auf das Gemüse, das man gerade da hat. Hier zum Beispiel habe ich es etwas abgewandelt, indem ich den Teig mit Mangold (noch kurz in etwas Öl dünsten) belegt habe.

Auch gut machen sich Reisgerichte wie dieses hier. Das Gemüse wird einfach unkenntlich gemacht indem man es möglichst klein schneidet oder – eine universal für fast alle Gerichte einsetzbare Variane – püriert! So kann man es wie eine Soße über den Reis, die Kartoffeln oder was auch immer geben und es wird in der Regel anstandslos akzeptiert. Soßen sind ja schließlich viel leckerer als dieses scheußliche Gemüse.

Dieses schmackhafte dänische Gericht habe ich kindgerecht angepasst, indem ich die Rote Beete einfach mit den Kartoffeln gekocht und dann zusammen gestampft habe. So ist nicht nur das Gemüse unkenntlich gemacht – das Kartoffelpüree wird auch noch pink! Wie toll ist das denn? Was so gut aussieht muss einfach schmecken denkt sich Kind da.

Und auch das ist mitunter ein Geheimnis – wie man das Ganze serviert. Farbig oder komplett bunt, mit Smiley-Face, als Teddybär oder andere Figürchen gestaltet wird das Gericht viel eher freudig und ohne zu murren verspeist, als wenn es langweilig in Reihe und Glied auf dem Teller serviert wird.

Neben der heiligen Pizza sind auch Puffer in allen Variationen unheimlich beliebt bei meinem Söhnchen. Dabei kann man von den Zutaten her tatsächlich kreativ sein. Das Grundrezept mache ich meistens so. Die verwendeten Gemüsesorten oder ggf. andere zusätzliche Zutaten variieren je nach Lust, Laune und Inhalts unseres Gemüsefachs.

Bis hierhin aus meiner Trickkiste! Was habt ihr für alternative Kniffe um euren Kindern das Gemüse schmackhaft zu machen? Oder braucht ihr vielleicht gar nicht zu tricksen, weil ihr in der glücklichen Lage seid, ein Kind zu haben, das sowohl Geschmack als auch das Aussehen des Gemüses so richtig klasse findet? Lasst es mich gerne wissen! 

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