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Eine Freundin schenkte mir vor vielen Jahren eine feste Körperbutter. Ich werde das nicht vergessen, da ich vorher nie darüber nach dachte, dass es sowas überhaupt geben könnte. Bis dahin war ich ein großer “Eincreme-Muffel”, weil ich es nach dem Duschen nicht erwarten konnte, zügig in meine warmen Klamotten zu schlüpfen. Versuche meine eigentlichen Bodylotions mit unter die Dusche zu nehmen, endeten nur darin, dass Wasser in die Behälter und Tiegel kam und das Produkt schneller ranzig wurde. Einmal ist mir sogar ein Glasflakon mit Körperöl in der Dusche zerscheppert. Mit der festen Körperbutter ist das seitdem anders, denn sie lässt sich ohne Probleme mit unter die Dusche nehmen, sodass ich mich noch in der warmen Kabine damit eincremen kann. Dass sie dabei nass wird, ist nicht weiter schlimm, denn Okklusionseffekt sei Dank, lässt sie sich einfach trocknen.

So ist eine Körperbutter am Stück nicht nur perfekt unter der Dusche, verursacht weniger Verpackungsmüll und ist toll für Reisen, sondern eignet sich offensichtlich prima als Geschenk unter FreundInnen.

Mittlerweile stelle ich mir meine festen Körperbuttern selbst her. Und ich kann dir verraten, dass es einfacher nicht sein könnte. Alle Zutaten die du benötigst, findest du im Bioladen.

Das Grundrezept:

  • 300 Gramm Kakaobutter (z.B. von dennree)
  • 100 Gramm Sheabutter  (z.B. von Cattier)
  • 10 Esslöffel gemahlene Haferflocken, Reismehl oder Mandelmehl (z.B. von Rapunzel)

Die Menge ergibt rund neun Stücke Bodylotion mit Peelingeffekt. Der Peelingeffekt wird stärker, wenn noch mehr Mehl hinzugefügt wird. Jenachdem was für optionale Zutaten hinzu kommen, kann mit der Menge nach Belieben experimentiert werden. Wenn du gar keinen Peelingeffekt möchtest, dann kannst du das Mehl auch komplett weglassen.

Optionale Zutaten:

  • gemahlene Rosenblütenblätter und ein paar Tropfen Rosenhydrolat
  • gemahlene Kaffeebohnen
  • Matchapulver
  • wenige Tropfen ätherisches Pfefferminzöl oder Pfefferminzhydrolat
  • lecker duftende Gewürze wie Zimt oder Lebkuchengewürz
  • Kakaopulver solo oder in Kombination mit ätherischen Ölen wie Pfefferminze oder Vanille, lecker!

Und so wird es gemacht:

  1. Fülle einen kleinen Topf etwa zum Viertel mit Wasser und platziere in der Mitte des Topfes entweder einen kleineren Topf oder ein passendes Einmachglas. Bringe das Wasser langsam auf mittlerer Stufe zum Kochen.
  2. Wiege Kakaobutter und Sheabutter ab und gib beides in das Einmachglas, was nun mit leicht kochendem Wasser umgeben sein sollte.
  3. Warte bis Kakao- und Sheabutter vollständig geschmolzen sind und rühre dann alle acht Esslöffel mit deinem favorisierten Mehl unter. Pass auf, dass das Mehl nicht klumpt.
  4. Stelle den Herd aus und fülle dann deine optionalen Zutaten hinzu. Ätherische Öle und Hydrolate sollten erst hinzugegeben werden, wenn die geschmolzenen Buttern nicht mehr zu heiß sind.
  5. Zum Schluss musst du die Buttern nur noch in geeignete Formen füllen und abkühlen lassen, bis die Massage Bars vollständig ausgehärtet sind. Möchtest du nicht über Nacht warten, kannst du sie auch in das Gefrierfach stellen.

Im Kühlschrank halten die festen Peelingbuttern mehrere Wochen. Wichtig ist es, so sauber wie möglich zu arbeiten und die Mindesthaltbarkeitsdaten der einzelnen Zutaten zu beachten. Mein Rezept ergibt etwa neun Stücke, da das genau die passende Menge für meine Förmchen ist. Da ich diese Anzahl nicht alleine aufbrauchen kann, verschenke ich einige der Buttern gerne an meine FreundInnen. Möchtest du erstmal nur eine einzige herstellen, reichen etwa dreißig Gramm Kakaobutter, zehn Gramm Sheabutter und ungefähr ein Esslöffel Mehl.

Stellst du deine Kosmetik selbst her? Was sind deine liebsten Rezepte?

 

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