Die ersten Morgenstunden sind für die meisten Menschen die stressigsten des gesamten Tages. Alles muss schnell gehen. Alles ist eine einzige Hetzjagd durch Küche, Bad und Schlafzimmer, bis man völlig aus der Puste im Auto oder der Bahn sitzt und zur Arbeit fährt. Das war bei mir früher ähnlich. Mehr noch – meine Eltern sind bis heute der festen Überzeugung ich sei ein Morgenmuffel. Nix da! Dank meiner selbstgewählten Morgenroutine genieße ich die ersten Stunden des neuen Tages mittlerweile in vollen Zügen. Die einzelnen Elemente dafür, habe ich aus der Achtsamkeitslehre, dem Ayurveda und meinem geliebten Yoga geklaut.

Gerade Alleinerziehende werden immer dazu aufgefordert sich kleine Inseln der Ruhe und Kraft zu schaffen. Für mich ist meine Morgenroutine genau das. Sie hilft mir dabei, mich zumindest einmal am Tag komplett auf mich zu konzentrieren. Dadurch entspanne ich und sammle Energie für die Herausforderungen des Alltags, im Job und natürlich als Mama eines kleinen Wirbelwinds.

Zugegeben: Von Zeit zu Zeit verfalle ich noch in alte Muster, nämlich immer dann, wenn der innere Schweinehund sich breit macht und ich von meiner morgendlichen Routine abweiche. Denn, die geht so:

 

Meine persönliche Morgenroutine

Schritt 1: Noch im Bett liegend mache ich eine kurze Achtsamkeitsübung. Beispielsweise lausche ich auf die Geräusche, die mich umgeben. Das gleichmäßige Atmen meines Kindes, das Schnurren meiner Katzen, die bemerken, dass ich wach bin, das Singen der Vögel, die fröhlich zwitschernd den Morgen begrüßen, das Geräusch von fahrenden LKWs in der Ferne.

Oder ich überlege mir wofür ich besonders dankbar bin an diesem Morgen. Beispielsweise dafür, dass mein kleiner Sohn endlich mal wieder durchgeschlafen hat (YEAH! In dem Fall nimmt die Dankbarkeit überdimensionale Formen an!) oder für meine wundervolle Familie, natürlich auch dafür, dass mein Kind gesund ist und sich prima entwickelt, meine liebsten Freunde, dass es nicht regnet, sondern sich stattdessen schon erste Sonnenstrahlen durchs Rollo drängeln, meinen Job, den ich gerne mache, meine Gesundheit, liebe Kollegen – ihr wisst worauf ich hinaus will…

Das mag in manchen Ohren schräg klingen, bringt aber den positiven Effekt mit sich, dass man wunderbar entspannt und gut gelaunt aus dem Bett steigt.


Schritt 2: Eine Tasse heißes Wasser mit dem Saft einer halben Bio-Zitrone trinken. „Bitte was?“, wird sich der ein oder andere jetzt fragen aber dafür gibt es tatsächlich Gründe und zwar gute. Durch das warme Wasser wird nicht nur der nächtlichen Dehydrierung entgegengewirkt, sondern auch Verdauung und Stoffwechsel in Schwung gebracht. Die Zitrone sorgt dafür, dass Giftstoffe aus dem Körper gespült werden. Der Detox-Effekt verbessert das Hautbild. Gleichzeitig liefert der Zitronensaft wertvolle Mineralstoffe und Vitamine und stärkt dadurch das Immunsystem.

Ja, Zitronensaft ist sauer. Ja, der Geschmack ist gewöhnungsbedürftig. Und nein, ich komme jetzt nicht mit dem abgedroschenen Spruch: „Sauer macht lustig!“. Stattdessen gibt´s den Vorschlag, das warme Wasser durch Tee zu ersetzen – zum Beispiel aus Lindenblüten – und in diesen den guten Zitronensaft zu schütten. In der Erkältungszeit ist diese Kombi ein Traum! Wem auch das geschmacklich zuwider ist, ergänzt´nen Löffel Honig, Xylit oder ein anderes Süßungsmittel der Wahl.

Ich nehme zurzeit Klettenlabkraut-Tee anstelle des Wassers. Aber nicht aus geschmacklichen Gründen, sondern der Wirkung wegen und ergänzt durch eine äußere Anwendung, die im Moment ebenfalls zu meiner Morgenroutine gehört. Das Ganze könnt ihr hier nachlesen.

Übrigens: Meistens bereite ich das warme Zitronenwasser in diesem Schritt nur vor und trinke es dann eine Weile nach dem Zähneputzen (damit die Zitronensäure nicht meinen Zahnschmelz angreift). Sprich: Zitrone auspressen, Wasserkocher einschalten und Wasser runterkühlen lassen, während ich mich schon Schritt Nummer drei widme. Später alles zusammenschütten und trinken.

Schritt 3: Yoga: der für mich wichtigste Schritt meines perfekten Morgens! Eine Morgenroutine ohne Yoga ist wie eine blühende Blumenwiese ohne Bienen (!), zumindest für mich. Yoga weckt meinen Körper auf angenehme und sanfte Art und Weise. Ich genieße es sehr mich morgens durchzustrecken, meine verschlafenen Muskeln zu dehnen und ganz allmählich in Schwung zu bringen. Dabei bin ich der Meinung, dass man nicht unbedingt stundenlang Yoga machen muss, um die positiven Effekte zu spüren. Ist nur Zeit für eine Position? Ja, mein Gott – besser als gar nichts! Dann mach das Beste aus dieser einen Stellung und das ganz bewusst. Make it Count!

Mein persönliches Morgen-Yoga beginnt in der Regel mit ein paar Durchläufen – klar – des Sonnengrußes, soviel Logik muss schon sein. Meine Version davon enthält noch ein paar eingeschobene Asanas wie Standpositionen und ist hier und da etwas verfeinert, so dass es sich für mich gut anfühlt. Anschließend variiere ich je nach Lust und Laune noch ein paar einzelne Asanas und schließe mit einer Mini-Meditation. Namaste!

Diese drei Schritte gehören für mich zum optionalen Teil meiner Morgenroutine. Aber mehr geht ja bekanntlich immer. Habe ich also viel Zeit, zum Beispiel am Wochenende oder im Urlaub ergänze ich gerne die eine oder andere Achtsamkeitsübung oder dehne meine Yogasession etwas aus.

Hin und wieder setze ich zwischen Schritt 1 und 2 noch den phasenweisen Schritt des Ölziehens. Aktuell zum Beispiel mit der Fresh Ölziehkur von Bio Planète, weil ich sie geschenkt bekommen habe. Sonst aber auch gerne mit qualitativ hochwertigem Kokosöl aus dem denn´s Biomarkt.

Voraussetzung für den ganzen Spaß ist natürlich frühes Aufstehen – sprich: der innere Schweinehund muss an die Kette. Denn eine Morgenroutine braucht Zeit. Versucht man sie in seinen vorhandenen Zeitplan zu quetschen, führt das unweigerlich zu mehr Stress und Frust. Besser: klein anfangen! Fünf Minuten früher aufstehen und einen neuen (5-Minuten-) Schritt vor den übrigen morgendlichen Ablauf setzen. Klappt das gut, kann man einige Zeit später den Wecker wieder um einige Minuten vorstellen und den nächsten Schritt einschieben.

Getreu dem Motto: Kein Stress! Nur das machen, was ich machen möchte und womit ich mich tatsächlich wohlfühle!

Einen entspannten guten Morgen!

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