Während sich der Rest der Welt mit zuckersüßen Weihnachtsgebäck den Bauch voll schlägt, habe ich mir dieses Jahr überlegt wie man die Weihnachtszeit ein klitzekleines bisschen gesünder genießen kann, und ganz nebenbei seine Lieben auch noch glücklich damit macht.

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Die Idee kam mir, als ich neulich auf arte die Doku „Die große Zuckerlüge“ gesehen habe, in der es um die Frage ging, wie es der Lebensmittelindustrie gelang die Welternährung „zu verzuckern“. Zum ersten Mal betrachtete ich meinen Zuckerkonsum genauer.

Ich bin ein Süßschnabel, ganz klar. Nach fast jeder herzhaften Mahlzeit verlangt mein Kopf etwas Süßes und grade jetzt, wo die Weihnachtszeit begonnen hat, lauert die Versuchung an jeder Ecke.

Ob mir dieses Verlangen jetzt die Lebensmittelindustrie in den Kopf gesetzt hat, sei mal dahingestellt. Aber ich versuche seitdem meinen Zuckerkonsum zu reduzieren bzw. die Süßigkeiten, die ich nasche, selbst herzustellen.  Durch die eigene Zubereitung weiß ich einfach was drin ist und esse bewusster.

Wenn es um gesunde und bewusste Ernährung geht, liegt auch das Thema Superfood nahe.

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Superfood, dieses Modewort zeichnet besonders gesunde und nährstoffreiche Lebensmittel wie Avocado, Chia, Cashewnüsse, Granatapfel, Heidelbeeren, Kakao, Rote Beete  usw. aus, die u.a. reich an Vitaminen, Mineralien, Ballaststoffen oder Antioxidanzien sind.

Ich persönlich bin kein Fan von all diesen Siegeln und dogmatischen Ernährungstrends. Bei meiner Ernährung achte ich lieber auf mein gesundes Bauchgefühl und auf eine ausgewogene Ernährung. Auch ein Apfel, der nicht das Siegel Superfood trägt, ist gesund, reich an Vitaminen und wird von mir genauso gern und mit gutem Gewissen gegessen.

Trotzdem finde ich das Thema spannend und als ich mir die Rezepte für diesen Blogpost ausgedacht habe, überlegte ich, welche Superfoods sowieso schon auf meinem alltäglichen Speiseplan stehen. Dabei sind diese drei Weihnachtsgeschenk-Ideen zum Selbermachen entstanden.

Und was lässt sich besser verschenken, als Dinge die mit Liebe handgemacht und dann auch noch wohltuend für Geist und Körper sind?

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Matcha Knuspermüsli mit Cashewnüssen, Sesam und Chiasamen

Matcha, die fein pulverisierte Form des grünen Tees, ist vor etwa 2 Jahren in meine Küche eingezogen. Ich trinke ihn wegen seines feinen Geschmacks und seiner grün leuchtenden Farbe so gerne. Wegen seiner Antioxidanzien wird auch dieser Tee als Superfood bezeichnet. In diesem Knuspermüsli verbergen sich aber noch andere Superfoods: Cashewnüsse, Chia-Samen, Buchweizen, Sesam, Zimt …

Für etwa 800 g
30 g Kokos-Chips
140 g Cashewnüsse
100 g Buchweizen
120 g Sesam
3 EL Chia-Samen
200 g großblättrige Haferflocken

150 ml Reissirup
2 ½ EL Kokosfett
1 Prise Salz
½ TL Zimt
160 g Mango-Apfelmus
6 TL Matchatee-Pulver

  • Backofen auf etwa 140 Grad vorheizen. Backpapier auf ein Backblech auslegen. Cashewnüsse und Kokos-Chips auf mittlerer Schiene im Ofen rösten bis die Nussmischung leicht goldbraun wird. (Vorsicht, das kann sehr schnell gehen!).
  • In einem mittelgroßen Topf Reissirup, Fett, Salz, Zimt und Mango-Apfelmus langsam erhitzen und zu einer homogenen Masse rühren. Etwas abkühlen lassen. Matcha-Teepulver mit 3 EL Wasser in einer kleinen Schale auflösen, sodass alle Klümpchen verschwinden und das Ganze in die Sirup-Mangomasse rühren.
  • Buchweizen, Sesam, Chia-Samen und Haferflocken mit den Nüssen in eine große Schüssel geben und mit der Sirup-Mango-Matchamasse übergießen.
  • Die Müslimischung auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben und etwa 40–45 Min. im Backofen backen und alle 8 Min. wenden bzw. umrühren, damit alles gleichmäßig gebacken wird.

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  • Knuspermüsli abkühlen lassen und luftdicht verschlossen aufbewahren. Wer mag kann noch Goji-Beeren oder andere Früchte dazu genießen.

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Orangen-Dattel-Cashewnuss-Energiebällchen mit Rohkakao-Nibs und Zimt

Diese kleinen Energiebällchen haben ihren Namen verdient. Bei diesem Rezept habe ich süße marzipanartige Datteln anstelle von Industriezucker verwendet, denn sie enthalten sehr viel eigenen Zucker und Fruchtzucker. Datteln sind aber nicht nur süß, sondern stecken voller Eisen, Kalzium, Magnesium und Kohlenhydrate. Durch den hohen Kaliumgehalt der Dattel wird der Zucker schneller ins Blut transportiert, und somit vom Körper schneller in Energie umgewandelt. Der Rohkakao bringt neben Magnesium und Antioxidanzien eine schöne bittere Note, knackige Textur und die nötigen Glücksgefühle in die Energiebällchen 😉

Für etwa 30 Bällchen
350 g sehr weiche Datteln (sollten die Datteln nicht so weich sein, ½ Tag in 1 großen Tasse Orangensaft einweichen)
120 g Cashewnüsse (Bruch)
100 g Kokosraspeln
35 g Rohkakao-Nibs
1 Orange
1 Prise Zimt (gemahlen)
20 g Kakao
20 g Kokosraspeln

  • Datteln entsteinen, kleinhacken und in eine Schüssel geben. Cashewnüsse kleinhacken und mit Kokosraspeln, Rohkakao-Nibs und Zimt vermengen.
  • Orange waschen, trockenen und abreiben. Saft ½ Orange auspressen und zusammen mit dem Orangenschalenabrieb zur Dattel-Nussmischung geben.
  • Alles mit den Händen gut vermengen und verkneten bis eine feste Masse daraus entsteht. Etwa 30 walnussgroße Bällchen formen.

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  • Kakao und Kokosraspeln jeweils auf einen kleinen Teller geben und eine Hälfte der Bällchen in Kakao, die andere Hälfte in Kokosflocken wälzen.

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  • Luftdicht verschlossen und im Kühlschrank aufbewahrt, sind die Energiebällchen mehrere Tage haltbar.

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Grünkohl-Chips mit Ras el-Hanout

Zu Weihnachten kann´s auch mal scharf und herzhaft werden, und Superfoods können auch einheimisch sein. Der beste Beweis ist der Grünkohl. Man sagt ihm nach, dass er reich an Vitaminen, Antioxidanzien, Eiweiß, Eisen und Ballaststoffen ist. Viele trinken ihn gerne als Smoothie – ich habe mal Chips aus ihm gemacht und ihn mit einer leichten Schärfe versehen. Die marokkanische Gewürzmischung Ras el-Hanout ist eine meiner Lieblingsgewürzmischungen. Ich stelle sie immer selbst aus Kurkuma, Koriander-Samen, Kreuzkümmel, Kardamom, schwarzem Pfeffer, Paprikapulver, Zimt, Gewürznelken und Chili her. Darin verstecken sich auch wieder ein paar der Superfoods … aber ich höre jetzt mal auf zu zählen und esse lieber ein paar von den knusprigen Chips, die sich auch auf einer Suppe ganz gut machen.

Für 2 Backbleche
500 g Grünkohl
6 EL Olivenöl
1 TL Salz
2 EL Ras el-Hanout

  • Backofen auf 120 Grad (Ober- Unterhitze) vorheizen. Grünkohl vom Strunk befreien, Blätter in Stücke zupfen und diese waschen. In einer Salatschleuder sehr gut trocknen.
  • Olivenöl mit Salz und Ras el-Hanout mischen und die Hälfte davon auf der Hälfte des Grünkohls verteilen, sodass die Grünkohlblätter vollständig eingeölt sind.

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  • Grünkohl auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech geben und darauf achten, dass der Kohl schön verteilt ist und gut trocknen kann. Im Ofen auf mittlerer Schiene 40–50 Minuten knusprig backen. Man sollte den Ofen gut im Auge behalten und darauf achten, dass der Kohl nicht zu dunkel wird. Zwischendurch immer mal wieder die Backofentür öffnen, damit der Wasserdampf entfliehen kann.
  • Mit dem Rest des Grünkohls und der Marinade genauso verfahren.
  • Grünkohlchips auskühlen lassen und luftdicht verschlossen aufbewahren.

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