Seit Wochen liegen sie schon in den Regalen: Lebkuchen, Schokomandeln und Plätzchen. Am Anfang habe ich noch entsetzt mit dem Kopf geschüttelt, doch langsam wächst bei mir bei jedem Einkauf in meinem Bioladen die Vorfreude auf die süßen Leckereien in der Vorweihnachtszeit. Das ganze Jahr über nasche ich wenig, im Dezember gehört es für mich einfach dazu. Ich warte aber wirklich bis zum 1.12. bis ich das erste Plätzchen genieße. Ich esse am liebsten Selbstgebackenes,  da weiß ich ganz genau was drin ist und kann auf gesunde Zutaten achten – natürlich in Bioqualität. Und bereits das Backen macht Freude und lässt mich lächelnd an schöne Erinnerungen denken. Schon als Kind habe ich mit meiner Mutter gebacken,  Plätzchen ausgestochen und natürlich heimlich vom Teig genascht und am Ende die Schüssel ausgeleckt. Ich denke an klebrige Finger, den Duft nach Zimt und Vanille und frisch gebackenen Plätzchen aus dem Backofen, der sich langsam im ganzen Haus verteilt. Da steigt die Vorfreude auf den Heiligen Abend.  

Doch warum backen wir eigentlich um Weihnachten herum? Über diese Tradition gibt es ganz unterschiedliche Thesen und Sagen. 

So hingen die Plätzchen früher hauptsächlich am Baum. Einer Legende nach soll früher der Nikolaus den armen  Menschen drei Kugeln aus Gold geschenkt haben. Um daran zu erinnern hängten die Menschen drei Kugeln auf,  später kamen Plätzchen dazu. 

Es gibt auch die Vermutung, dass der Ursprung im Mittelalter liegt. Dort wurde in den Klöstern der Geburt Christi gedacht, indem Gebäck mit teurem Zucker und wertvollen Gewürzen hergestellt wurde, was dann an die Armen verteilt wurde.

Eine andere Theorie reicht noch weiter zurück. Damals feierten die Menschen die Wintersonnenwende vom 21. auf den 22.12.. Sie glaubten, dass in dieser Zeit Geister die Häuser heimsuchten. Um die eigenen Tiere zu schützen, wurden deshalb Tiere aus Teig geopfert. Das erklärt unsere heutigen Plätzchen aus Tierformen. 
Tiere werden es in diesem Jahr bei mir nicht. Ich habe mich für etwas ausgefallenere Plätzchensorten entschieden, die gesund sind und lecker schmecken.

Mandel-Zimt-Sterne (25 Stück)

150g Margarine

5El Dattelsüße

100g Buchweizenvollkornmehl

100g Mandelmehl
50g gemahlene Mandeln

40ml Mandeldrink

1 Tl Zimt

1 Prise Salz

Sterne gehören an Weihnachten einfach dazu. Hierfür gebe ich die Margarine, die Dattelsüße, das Mehl, die Mandeln, den Drink und das Salz und den Zimt in eine Schüssel und rühre alles zu einem glatten Teig. Der Teig muss jetzt für 45 Minuten in den Kühlschrank.

Währenddessen bereite ich den nächsten Teig vor, der dann auch noch im Kühlen ruhen muss. 

 

Walnuss-Vanille-Plätzchen (ca. 30 Stück)

150g weiche Margarine 

5El Dattelsüße 

200g Buchweizenvollkornmehl 

5 g gemahlene Vanille

40ml Mandeldrink

1 Prise Salz

Walnüsse für die Deko

 

Ich vermische die Margarine mit der Dattelsüße dem Mehl, der Vanille, dem Drink und dem Salz zu einem Teig. Dann kommt er zum ersten Teig in den Kühlschrank – auch für eine Dreiviertelstunde. 

 

Da bleibt mir noch genug Zeit um den dritten Teig fertig zu machen.  

 

Kokos-Cranberry-Dinkelberge (30 Stück)
50 g Cranberrys

100ml Kokosdrink

5El Dattelsüße

150 g Dinkelfocken

50 g Kokosraspel

2EL Kokosmehl

50 g gemahlene Mandeln

1 Messerspitze abgeriebene Orange

Zimt

2 El Kokosöl flüssig

Das Rezept ist etwas ungewöhnlich, denn hier braucht man eine Pfanne. Da kommt das Kokosfett rein, wenn es geschmolzen ist gebe ich die Dattelsüße hinzu und röste anschließend die Dinkelflocken und die Cranberrys darin an. Spätestens jetzt duftet es in meiner Küche nach Weihnachten. Ich gebe den Kokosdrink, die Kokosraspel, das Mandelmehl und das Kokosmehl hinzu und schmecke das Ganze mit Zimt und Orange ab.

 

Mit einem Löffel forme ich kleine Berge, die ich auf ein mit Backpacker ausgelegtes Backblech setze. Für 15 Minuten kommen sie dann in den auf 180 Grad vorgeheizten Backofen. 

 

Jetzt kann ich den Teig für die Mandel-Zimt-Sterne raus holen.  

Auf einer bemehlten Arbeitsfläche rolle ich den Teig aus und steche Sterne aus, die ich dann auf ein mit einem Backpapier ausgelegtem Backblech lege.  Anschließend kommen sie bei 180 Grad 15 Minuten in den Ofen.

Fehlt nur noch der letzte Teig. Auch ihn steche ich aus und lege ihn auf ein auf Backblech. Natürlich nasche ich hier immer ein paar Teigreste wie früher als kleines Mädchen, das gehört zum Backen auch heute einfach dazu.  Wenn alle Plätzchen auf dem Blech liegen, dekoriere ich jedes  mit Walnüssen, bevor sie dann auch bei 180 Grad 15 Minuten in den vorgeheizten Ofen kommen.

Wenn die Plätzchen frisch aus dem Ofen kommen, muss ich gleich eins probieren – noch warm schmecken sie besonders gut. Die restlichen lasse ich abkühlen und lege sie dann vorsichtig in Dosen. Ein Stück Apfel, das ich mit in die Dose gebe, lässt sie schön frisch bleiben.

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