Solange ich denken kann, bin ich um die Weihnachtszeit herum immer mitleidig angeschaut worden, wenn ich erwähnte, dass ich kein Fleisch esse. Oder erstaunt, nach dem Motto: „Nicht mal an Weihnachten?“ Äh, nein – das Weihnachtsfest legitimiert natürlich nicht die Ablegung meiner ethisch-moralischen Wertvorstellungen.

 

Mitleidige Blicke braucht es trotzdem nicht. Wer es traditionell will, kann auf vegane Braten á la Wheaty zurückgreifen. Wer es ausgefallen mag, findet inzwischen haufenweise leckere, vegane Festtagsrezepte in Büchern oder auf den vielen fantastischen, veganen Food-Blogs in der großen weiten Welt des Internets.

Internationales Weihnachtsessen

Beides miteinander zu verbinden – das Traditionelle und das Ungewöhnliche – schaffst du, wenn du einen Blick in die internationalen Weihnachts-Küchen dieser Welt wirfst. Und du brauchst gar nicht so weit schauen. Schon in Europa wird man lecker fündig. Zum Beispiel in Form des bulgarischen Tikvenik – ein Kürbisstrudel der in Bulgarien zu Weihnachten einfach dazu gehört. Besonders Kinder mögen dieses Weihnachtsgericht – schließlich schmeckt es herrlich mild und süß.

 

Tikvenik

Zutaten:

  • 1 Packung veganen Strudel-, Filo- oder Blätterteig (ca. 400 g)
  • 500 g Kürbisfleisch, gerieben
  • 100 g Zucker oder eine Zuckeralternative
  • 100g Walnüsse, gehackt
  • 1 Teelöffel Zimt
  • Öl
  • Puderzucker

Vorweg: Natürlich kannst du dir auch deinen eigenen Teig herstellen. Mit der fertigen Variante geht´s einfach sehr viel schneller. Als Mama für mich Gold wert – gerade an Weihnachten.

Zubereitung:

Den geriebenen Kürbis mit Zucker, Zimt und Walnüssen mischen. Ofen auf 180 Grad vorheizen.

Teig ausrollen, leicht einölen und etwas Kürbismischung darauf verteilen. Einrollen und zusammen drehen. Mit den restlichen Teigblättern wiederholen.

Spiralförmig in eine eingeölte runde Backform geben. 

Bei 180 Grad für 30 bis 40 Minuten backen. 

Mit Puderzucker bestäubt servieren.

 

Süßer die Gaumen nie klingen 

Vegane Naschkatzen kommen auch in Griechenland voll auf ihre Kosten. Melomakarona sind typisch griechische Weihnachtskekse mit Sirup und definitiv einen Versuch wert.

Melomakarona

Zutaten für den Teig:

  • 900 g Mehl
  • 1 Tasse Orangensaft
  • 2 Teelöffel Backpulver
  • 2 Teelöffel Backpulver
  • 1 1/2 Tassen Zucker
  • 2 Teelöffel Zimt
  • 2 Teelöffel Nelken, gemahlen
  • 1 Tasse Grand Manier, Contreau oder ähnliches
  • 2 – 3 Teelöffel fein geriebene Orangenschale
  • 4 Tassen Olivenöl

Zutaten für den Sirup:

  • 2 Tassen Wasser
  • 2 Tassen Zucker
  • 2 Tassen Ahornsirup 
  • 2 Teelöffel Zimt
  • 5-6 Gewürznelken
  • ca. 600 g Walnüsse, gehackt

Zubereitung:

Backpulver und Orangensaft vermischen. Nach und nach alle anderen Zutaten hinzufügen und alles gut durchrühren. Nicht wundern, der Teig bleibt recht weich und leicht feucht.

Mit den Händen ovale Plätzchen formen und auf das Backblech legen. Mithilfe einer Gabel jedes Plätzchen einstechen.

Bei 180 ° C etwa 30 Minuten backen bis sie goldbraun sind.

Abkühlen lassen. Alle Sirup-Zutaten außer den Walnüssen in einen kleinen Topf geben und unter Rühren zum Kochen bringen. Hitze reduzieren und weitere 5 Minuten kochen lassen.

Jeden Keks für etwa zwei Minuten in den Sirup legen. Danach großzügig mit Walnüssen bestreuen und abkühlen lassen. Anschließend genießen! 

 

Das Fest der Liebe = vegan 

Ein paar weitere internationale Ideen für ein veganes Weihnachtsfest mit oder ohne kulturellen Weihnachtshintergrund findest du auch hier. Für die Hauptspeise eignet sich zum Beispiel ein Gericht aus MexikoFrankreich, Mazedonien, Brasilien, oder Peru

Wie feierst du das vegane Weihnachten kulinarisch? 🙂 Ich wünsche dir in jedem Fall ein wundervolles Fest! Genieße die besinnliche Zeit mit deinen Lieben – vielmehr als sie in der Küche zu verbringen, um zu kochen. Es sei denn ihr kocht oder backt gemeinsam! <3 

Alles Liebe! 

 

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