Wisst Ihr noch? In einem meiner letzten Beiträge bin ich der Frage nachgegangen, ob man mit einem Budget von 70 Euro einen Großeinkauf bei denn’s erledigen kann. Die Challenge war nicht zuletzt wegen des Preistipp-Sortiments des Biomarkts so erfolgreich. Dabei handelt es sich um eine Palette, die rund 200 Alltagsprodukte zum günstigen Preis umfasst. Diese sollen die schrittweise Umstellung auf Bio erleichtern. Zu erkennen sind die Dauerangebotsprodukte, wie Milch, Kaffee, Joghurt oder Kekse an den orangen Hinweisschildern.

Doch wie bekannt ist das Sortiment überhaupt unter den Biomarkt Kunden? Um das herauszufinden, habe ich eine kleine Kundenbefragung vor Ort durchgeführt. Die gut gelaunten Menschen, die mir Rede und Antworten gestanden haben, stelle ich Euch in der heutigen Bilderstrecke vor. Herzlichen Dank an alle, die mitgemacht haben!

 

„Nein, kenn ich nicht. Meine Frau kauft für uns ein“, antwortet dieser nette Mann hier. Ich schlussfolgere traditionelle Arbeitsaufteilung, werde aber sogleich eines Besseren belehrt. „Die arbeitet nämlich hier. Ich besuche sie nur und wir trinken jetzt einen Kaffee zusammen.“ Wenn der Stress mal wieder überhand nimmt, einfach gemeinsam am Arbeitsplatz pausieren. Eine romantische Idee, oder?

 

„Preistipp? Spiele ich seit Jahren. Ich hab‘ aber noch nie was gewonnen!“, scherzt dieser junge Mann vor dem Eingang. Fügt dann aber etwas ernsthafter hinzu, dass er sehr wohl wisse, worum es sich beim Preistipp-Sortiment handelt. Er nutze die Produktpalette auch gerne. Schmunzelnd murmelt er allerdings im Weitergehen noch irgendwas von Gut und Günstig….Ob es bei denn’s wohl auch die Clowns gibt, die er immer frühstückt?

 

Dieses Pärchen kam bisher auch ohne Preistipp-Sortiment gut zurecht. „Klar nehmen wir Angebote in Anspruch, wenn es gerade passt“, verrät mir die junge Frau. Darauf liege aber nicht ihr Hauptaugenmerk. Ihr Mann ergänzt, dass die Beiden andere Kriterien wichtiger fänden. Gute Qualität oder Frische seien ihre Prioritäten beim Einkauf.

 

„Ja, aber erst seit zwei Wochen“, berichtet mir eine sympathische Studentin. „Erst kürzlich habe ich mich nämlich bei einer Freundin beschwert, dass es im Biomarkt keine Angebote für uns Studenten gibt. Und wurde dann eines Besseren belehrt!“ Seitdem würde die junge Frau beim Einkauf auch auf die orangen Hinweisschilder achten. Also, liebe LeserInnen: Falls Ihr Studierenden eine Freude machen wollt, erzählt ihnen vielleicht einmal von der Angebotspalette.

 

In einen fröhlichen Dialog verfällt dieses Paar, als ich nach dem Preistipp-Sortiment frage. Er: „Ja, wir nutzen das hauptsächlich für die Grundversorgung. Also, wenn wir Butter, Milch oder Mehl wollen. Wobei… Wie oft essen wir eigentlich Mehl?“ Sie (lachend): „Könnten wir eigentlich mal wieder machen!“ Bevor sie weiterziehen hilft eine Mitarbeiterin noch, den Reißverschluss an der Jacke des kleinen Jungens zu reparieren. Eine nette Begegnung!

 

Konnte das Preistipp-Sortiment gar nicht kennen: „Ich komme aus Schwäbisch Gmünd, da gibt’s leider keinen denn’s“, berichtet mir der freundliche Herr. Dass es noch Orte gibt, wo der Supermarkt nicht vertreten ist, lässt mich staunen. „Ich kaufe dort aber auch im Bio Markt ein. Zu 95 Prozent im selben. Deshalb habe ich mich an das Preisniveau gewöhnt. Ich bin ja auch so jemand, der an Weihnachten mit zwei vollen Wagen aus dem Geschäft geht und sich dann über die vielen hochwertigen Lebensmittel freut.“ Statt niedrigen Preisen wünsche er sich aber ohnehin mehr Transparenz und leichter zugängliche Hintergrundinformationen.

 

„Nö! Ich bringe das Zeug nur!“, lacht dieser LKW-Fahrer hier. Auf dem Weg nach draußen hat er sich einen schnellen Kaffee mitgenommen. Dass er seinen Beruf schon seit über 23 Jahren ausübe, berichtet er stolz. An dieser Stelle sei den Truckerfahrern dieser Welt einmal ein herzliches Danke ausgesprochen. Besonders in der Vorweihnachtszeit ziehe ich respektvoll meinen Hut vor Euch!

 

Zu schüchtern für ein Foto aber dennoch kommunikationsfreudig waren natürlich noch einige weitere Kunden. Darunter zum Beispiel ein älterer Herr mit Krücke, der mir mitteilte, seine Aufgabe sei nur die Einkäufe für seine Gattin einzuladen, was er anschließend auch pflichtbewusst mit seinem einzelnen, freien Arm tat. Oder ein Gespann aus drei Frauen, dreier Generationen, die mir sagten, sie würden nicht auf den Preis, sondern auf Frische, Qualität und Fairness achten. Und das ist es auch, was ich Euch im Fazit sagen kann: Für die meisten der befragten Kunden war der Preis eines Produkts am wenigsten ausschlaggebend. Qualität stand für die Mehrzahl an oberster Stelle.

Deshalb wünsche ich Euch auch im neuen Jahr einen reich gedecktem Tisch voller Frische, Qualität und Nächstenliebe. Lasst es Euch schmecken und ein gesundes neues Jahr!

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