Wollen wir das nicht alle: wissen, wo unser gutes Essen herkommt? Basiert unsere Einkaufs-Entscheidung auf fundierten Informationen oder spielt das Gefühl für einen ehrlichen Handel vielleicht eine gar nicht so kleine Rolle? Sicherlich ist es eine Mischung aus beiden Faktoren. Und die Grundsatzentscheidung, im Bio-Markt den Einkaufskorb zu füllen, garantiert uns schon mal ganz viel: Kein Gift beim Anbau, nur die wenigen unbedingt notwendigen und unbedenklichen Zusatzstoffe in der Verarbeitung, respektvoll-verantwortungsbewussten Umgang mit Mensch, Tier und Natur. Dafür sorgen strengste Kontrollen und die Überzeugung der Menschen, die Bio-Lebensmittel erzeugen. Aber seien wir ehrlich: wenn wir die Männer und Frauen sehen können, ihre Tiere, den Stall, die Weiden, verbindet uns das noch viel tiefer mit dem was wir essen. Deshalb kaufen viele auch so gerne direkt beim Bio-Bauern. Da dürfen die Kinder die Kühe streicheln, zaubern wohlig grunzende Schweine wirklich jedem ein Lächeln ins Gesicht und begrüßen die Hühner mit lautem Gegacker den Zaungast. Einkauf mit Erlebnischarakter. Geht nicht immer, geht nicht überall und ist noch nicht mal immer wirklich ökologisch sinnvoll (Stichwort Anfahrt). Deshalb ist es mir so wichtig, beim Einkauf im Bio-Markt erkennen zu können, welche Biographie mein Lebensmittel hat. Diesen Anspruch teile ich mit vielen. Vor allem Menschen, die Fleisch, Wurst, Milchprodukte kaufen, wollen sicher sein, dass die Tiere ein gutes Leben haben. Artgerechte Tierhaltung ist für 95 Prozent der Konsumenten der höchste Wert. Das zeigen Befragungen zum Einkaufsverhalten in schöner Regelmäßigkeit.

Königshofer, die Marke für Bio-Fleisch, -Wurstwaren und –Eier, hat die Herausforderung gut gelöst. Auch wenn die Lieferanten, also die Bio-Bauern, in ganz Deutschland verteilt sind, weiß ich genau, wo mein Ei, meine Salami, mein Putenschnitzel herkommen. Auf den Verpackungen der Waren von Königshofer steht nämlich immer der Erzeuger. Das kann bei den Hähnchen dann der Geflügelhof Matzlow sein oder bei den Eiern die Familie March im hessischen Biebertal. Die Puten hatten ihren Auslauf in Höltingshausen bei Familie Klaus, die Schweine sind echte „Ueckermünder Freilandsauen“ aus Grambin und die Rinder ziehen  gelassen über die kräuterreichen Flächen im Ökozentrum Werratal in Vachdorf. Und weil ich nicht überall hinfahren kann und will, stöbere ich dann auf der Homepage und sehe die Bäuerin, den Bauern, den Stall, die Tiere. Das verbindet mich mit dem was ich esse.

Bei aller Individualität garantiert Königshofer einen gemeinsamen Standard, ausgerichtet am Tierwohl. Dafür haben die Verbände Bioland, Demeter und Naturland einen Leitfaden erstellt, der das Wohlergehen der Tiere im Blick hat und den unabhängigen Kontrolleuren ein klares Bewerten nach einen transparenten Ampelsystem ermöglicht. Das Tierwohl sehen die Erzeuger nicht nur als ein Grundrecht, sondern als ihre Herzensangelegenheit. Sie sind sich einig im Bild der uralten Kulturgemeinschaft von Mensch und Tier, das auf Respekt und Zuneigung basiert und das Herzstück der ökologischen Kreislaufwirtschaft bildet.

So ist es dann selbstverständlich, dass für die Bio-Hennen maximale Stallgrößen mit 3000 Tieren gelten und Grünland als Auslauf offen steht. Auch die Königshofer Bio-Puten leben an der frischen Luft. Weil sie sich draußen bewegen können, Kräuter picken und den natürlichen Klimareizen begegnen, sind sie viel vitaler als andere. Antibiotika dürfen sowieso nicht vorbeugend gegeben werden, lieber setzen die Geflügelexperten auf Naturheilkunde und vor allem tagtäglich auf die achtsame Beobachtung ihrer Tiere. Die Rinderbauern halten genauso viele Tiere, wie ihr Land optimal mit eigenem Futter versorgen kann. So ist Bio-Rinderhaltung gut für den Klimaschutz und für den Erhalt der Kulturlandschaft. Die Mutterkuhherden leben soweit möglich ganzjährig auf den Weiden.

 

Bei den Schweinen hat viele Verbraucher die Kastration ohne Betäubung empört. Keine Sorge, das gibt es bei den Höfen der Königshofer nicht. Hier werden alle Ferkel unter Vollnarkose oder Lokalanästhesie kastriert. Schweine sind sehr gesellig und überaus intelligent. Das leben sie beim Wühlen und übermütigen Toben in der Gruppe in großen Ställen und den angrenzenden Ausläufen aus. Weil sie ausreichend Bewegung, Gesellschaft, viel Raum und artgerechtes Futter haben, bleibt aggressives Verhalten aus. Kupieren der Schwänze und Abschleifen der Zähne ist für Bio-Tiere verboten – und bei artgerechter Haltung auch gar nicht nötig. Das beweisen nicht zuletzt die Königshofer Betriebe, auf denen sich die Schweine wohlfühlen.

Unabhängig von den vorgeschriebenen Öko-Kontrollen, Tierarztbesuchen und den Tierwohl-Audits besucht die dennree-Qualitätskontrolle ihre Partnerhöfe der Marke Königshofer mehrmals jährlich persönlich. Weil ich all das jetzt weiß und anhand der Produkt-Etiketten nachverfolgen kann, passen Informationstiefe und gutes Gefühl doch bestens zusammen.