Bio Blog
Matthias Neske

Matthias Neske

Mein Interesse für Wein ist mir vermutlich nicht in die Wiege gelegt worden. Ich stamme nämlich aus einem kleinen Dorf am Harzrand, was bedeutet, dass ich mich prima mit Schmetterlingen auskannte und damit, wie man sich nicht im Wald verläuft. Von Rebsorten hatte ich bis zum Abitur noch nichts gehört. Das änderte sich ein paar Jahre später schlagartig, als ich meine Diplomarbeit in Südfrankreich schrieb, genauer gesagt im Städtchen Carpentras unweit des Mont Ventoux. Hier redeten die Menschen ständig über Essen und Trinken, und so kam es, dass ich immer mehr Begeisterung für die uralte Weinkultur entwickelte.

Alles hat eine Bedeutung für den Wein: die Böden, das Klima, die Rebsorten, die Kunst des An- und Ausbaus, eine gleichzeitig verwirrende wie faszinierende Welt, ein Bindeglied zwischen Natur und Kultur. Als ich die kletternden Ranken für mich ein wenig entworren hatte, startete ich im Jahr 2010 mit meinem Blog. Seitdem bin ich leidenschaftlich dabei, anderen Menschen Geschichten über Wein zu erzählen.

Dass mir bei einer solchen Geisteshaltung charakterstarke Geschmäcker eher behagen als aalglatte Uniformität, liegt auf der Hand. Bei uns zu Hause kommen deshalb fast ausschließlich handwerklich gemachte Bio-Weine auf den Tisch. Die gibt es mittlerweile nämlich in verblüffender Qualität und Vielfalt.

Worauf kannst du am Morgen nicht verzichten?

Interessanterweise habe ich bei längeren Auslandsaufenthalten festgestellt, dass ich vermutlich auf jedes Ritual verzichten könnte, wenn es denn sein müsste. Momentan gibt es allerdings morgens immer einen großen Becher Milchkaffee und dazu Joghurt mit Marmelade.

Wo kannst du am besten schreiben?

Am besten schreiben kann ich an einem neutralen, ruhigen, abgeschotteten Ort – also an meinem Schreibtisch. Vorher mache ich aber am liebsten einen Spaziergang, denn schon zu Prüfungszeiten hatte ich festgestellt, dass ich die besten und klarsten Gedanken im Wald finde.

Was isst du am liebsten?

Meine Eltern haben einen großen Gemüsegarten. Auch wenn ich sie nur relativ selten besuchen kann, mag ich auch in der Stadt am liebsten Sachen im Rhythmus der Jahreszeiten. Mediterrane und asiatische Küche gehören aber ebenfalls zu meinen Lieblingen. Ehrlich gesagt esse ich insgesamt gern.

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