Manchmal gibt es Abende, da bin ich einfach nur müde und habe keine Lust zu kochen. Das mag sich für viele „ganz normal“ anhören – bei mir ist es aber eher Ausnahme als Regel. Kochen hat für mich eine meditative Wirkung und ich habe einfach Spaß daran. 

Trotzdem kommt es in der letzten Zeit öfter vor, dass mir abends die Energie fehlt – vor allem wenn das Kind gerade eine neue Phase durchlebt. An Tagen wie diesen, habe ich das gute alte Abendbrot wieder eingeführt – so wie ich es aus meiner Kindheit kenne.

Wenn ich das Wort Abendbrot höre, muss ich zwangsläufig an meine Kindheit denken. „Aaaaabendbrooooot“ tönt es aus der Küche, während ich noch auf den letzten Drücker meine Schulaufgaben für den nächsten Tag fertig mache. Unsere Familie versammelt sich am reich gedeckten Tisch, wir schmieren uns Brote und erzählen uns von unserem Tag. 

Ein schönes alltägliches Ritual, an das ich mich gerne erinnere und das ich jetzt auch gelegentlich in meiner eigenen kleinen Familie einführen werde, um mir an ein paar Tagen in der Woche das Kochen zu ersparen.

Was kommt bei uns auf den Abendbrottisch?

A und O ist selbstverständlich gutes Brot! Das kaufe ich beim denn’s in Schöneberg im BioBackHaus.

Die Sorten variiere ich gerne. Neulich habe ich eine Körner-Kruste gekauft, das ist ein lockeres Weizen-Roggenmischbrot aus Sauerteig von Zeit für Brot. Auch das Ur-Essener (nicht im Bild zu sehen) kommt bei uns oft auf den Abendbrottisch. Es besteht aus Roggen- und Weizenkeimlingen und ist von der Konsistenz her recht ungewöhnlich, weil es Innen sehr feucht und klebrig ist. Das liegt daran, dass es sehr schonend gebacken wird und kein Triebmittel oder Mehl enthält. Die Mischung aus Leinsaat, Sesam, Sonnenblumenkernen und Hanfsaat macht es super aromatisch – deswegen lieben wir es so!

Auf´s Brot kommt bei uns alles was der Kühlschrank so her gibt. Frische Kräuter und Gemüse sind immer dabei, Ziegenmilch-Joghurt oder Schafsmilch-Quark, hart gekochte Eier, die wir als „Klappeier“ mit Essig und Öl essen, und manchmal gibt es auch selbstgemachten Brotaufstrich, wie diese Oliven-Kichererbsencreme, die ihr in der Mitte des Bildes seht (das Rezept dafür findet ihr weiter unten).

Wenn ich selbst dafür keine Zeit habe, probieren wir uns auch gerne durch die zahlreichen Aufstriche aus dem denn´s Sortiment. Neulich haben wir z.B. den Sancho Brotaufstrich Antipasti Olive ausprobiert. Der Aufstrich ist wegen seinem hohen Gemüseanteil sehr aromatisch und fruchtig, und konnte geschmacklich sogar fast mit meiner selbstgemachten Oliven-Kichererbsencreme mithalten 😉

Frischer Käse aus der Käsetheke darf natürlich nicht fehlen! Hier sehen wir Ziegenfrischkäse und Cheddar, und auf der anderen Seite des Tisches versteckt sich ein Schweizer Rohmilchkäse.

Als Betthupferl gibt´s nicht etwa Schokolade, sondern meist einen entspannenden Kräutertee zu trinken. Der soll ja bekanntlich das Einschlafen fördern. Wir haben immer eine große Tee-Auswahl zu Hause z.B. Abendtee von Sonnentor mit Zitronenmelisse, Himbeerblättern und Käsepappel oder pukka Night Time Tea mit Haferblüte, Lavendel und Lindenblüte.

Jetzt steht der friedlichen Bettruhe (fast) nichts mehr im Wege. Und mit einer großen Mütze voll Schlaf, kommt die Energie zum Kochen dann am nächsten Tag von ganz allein zurück 😉

Das gute alte Abendbrot ist für mich eine gute Alternative zum Kochen geworden, und hilft mir an stressigen Tagen doch noch schnell eine vernünftige Mahlzeit für die ganze Familie zu zaubern.

Gibt es bei euch auch regelmäßig Abendbrot? Und  was kommt dann bei euch so auf den Tisch?

Vegane Oliven-Kichererbsenpaste

Zutaten für 2 Personen:
½ Bund Petersilie
abgeriebene Schale 1er Zitrone
30 g Kalamata-Oliven, ohne Stein
140 g gekochte Kichererbsen
4 EL Olivenöl
2 getrocknete Tomaten
1 TL Ahornsirup
Meersalz und Pfeffer zum Abschmecken

Zubereitung:

  • Alle Zutaten mit dem Standmixer oder dem Pürierstab zu einer Creme verarbeiten, in eine Schüssel füllen und zusammen mit einem guten Brot genießen.

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