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Ariane Bille

Ariane Bille

Wie bei vielen Menschen, die leidenschaftlich gerne kochen, sind die kulinarischen Erinnerungen an meine Kindheit besonders ausgeprägt: Wenn ich Hefeteig ansetze und mir der süßlich-gärige Duft der Hefe in die Nase steigt, wenn ich mir im Sommer eine frisch gepflückte Kirsche in den Mund schiebe und sich ihr saurer Saft in meinem Mund ausbreitet, wenn ich heimlich die noch warmen, mürben Streusel vom Kuchen zupfe, wenn ich meinen Finger in frisch geschlagene Sahne tauche und ihn sahneumhüllt zurück in den Mund führe, wird meine Kindheit lebendig. Ich befinde mich dann in der Küche meiner Oma, schaue zu, wie sie Teig ausrollt und Kirschen entsteint und schlecke die Sahne von den Quirlen der Küchenmaschine, bevor der Kaffeeduft durch die Wohnung zieht und meinen Opa zu frisch gebackenem Kirschstreuselkuchen herbeilockt.

Diesen noch so lebendigen Erinnerungen, die ich mit vielen Gerichten meiner Oma verknüpfe, verdanke ich meiner Leidenschaft die ich zum Beruf gemacht habe: Als Foodfotografin setze ich Essen natürlich ins Szene und schreibe als Foodbloggerin über meine kulinarischen Abenteuer in meinem Blog, gestalte als Grafikdesignerin Kochbücher und habe mir als Autorin den Traum meines eigenen Kochbuchs erfüllt.

Bewusster Genuss, verantwortliche Landwirtschaft und Fischerei, artgerechte Tierhaltung, die Bewahrung des traditionellen Lebensmittelhandwerks und regionaler Geschmacksvielfalt sind Dinge die mich, ganz nach der Slow Food Philosophie von Carlo Petrini, tagtäglich beschäftigen.

3 Fragen an Ariane

1. Wo kannst Du am besten schreiben?
Auf Reisen. Wenn ich unterwegs bin und nur mein Notizbuch und einen Stift dabei habe. Wenn ich mich in der Fremde treiben lasse, wenn die Zeit keine Rolle spielt und ich nur für mich da bin, schreibt sich alles wie von selbst.

2. Wie sieht für Dich ein perfekter Tag in Deiner Stadt aus?
Der perfekte Tag beginnt mit einem bunten gemeinsamen Frühstück und meinen Lieblingsmenschen, selbstgebackenen Brötchen und der Marmelade meiner Mama. Danach spazieren wir in der Sonne auf dem Tempelhofer Feld und lassen uns den Berliner Wind um die Ohren pusten. Sonne bedeutet natürlich: Zeit für Eis! Also gibt es eine große Kugel Vanilleeis mit Sahne bei meiner Lieblingseisdiele Vanille & Marille. Nachmittags besuche ich alleine eine Fotoausstellung im C/O-Berlin und Abends treffe ich meine beste Freundin, lasse mich von ihr bekochen und ziehe danach mit ihr auf der Weserstraße von Bar zu Bar. Wir trinken Gin Basil Smash, lachen viel und gehen danach vielleicht noch Tanzen …

3. Welches Lied oder Musikstück kannst Du Dir immer und immer wieder anhören und es bleibt trotzdem so berauschend wie beim ersten Mal?
„Summertime and the livin´ is easy“ gesungen von Ella Fitzgerald und Louis Armstrong. Ich bin ein Sonnenkind und bei diesem Lied weht sogar im tiefsten Winter ein warmer Sommerwind durch meine Berliner Altbauwohnung …

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