Bio Blog

Alle Beiträge der Kategorie: „Emelys Zickenzone“

Qualität fängt beim kleinsten Samenkorn an Fruchtbare Gemüsesorten aus ökologischer Züchtung entdecken

Am 9. März 2018 von in

Seid ihr bereit für samenfest? Nein, es ist kein Rechtschreibfehler weil mit kleinem „s“ geschrieben und nein, es fehlt auch nicht der Artikel „das“. Heute geht es um Qualität von Anfang an und deshalb lenke ich eure Aufmerksamkeit mit dem Wortspiel auf die kleinen Samenkörner, aus denen aromatisches und bekömmliches Gemüse wächst. Wo kommt das Saatgut her, mit dem die Bio-Gärtner*innen arbeiten? Und könnt auch ihr auf dem Balkon, im kleinen Stelzenbeet auf der Grünfläche in der Stadt oder im Garten samenfeste Sorten verwenden? (mehr …)

Die Zicklein erblicken das Licht der Welt Erst trinken wir!

Am 29. Januar 2018 von in   |

Um diese Jahreszeit kommt die Chefin immer besonders früh und besonders flott in unseren Offenstall. Kein Wunder, denn im kuscheligen Stroh wird aus manchem ruhigen Plätzchen gerade ein „Kreißsaal“. Kugelrund sind viele Bäuche, prall schon etliche Euter. Die Lammzeit steht bevor. Für die Chefin beginnt damit – so behauptet sie – die schönste Zeit des Jahres. Weil wir so einen direkten Draht zu ihr haben, bevorzugen viele meiner Zickenfreundinnen die Geburts-Begleitung durch unsere Chefin. Nur wer darauf keinen Wert legt, bekommt den Nachwuchs während die Chefin schläft. (mehr …)

WEIHNACHTEN IM STALL Die besondere Atmosphäre erleben

Am 18. Dezember 2017 von in

Heiligabend, Feiertage, morgens lange schlafen und spät abends noch gemütlich zusammensitzen? Für Bäuerinnen und Bauern gibt es eigentlich keine Feiertage. Kühe und Ziegen, Hühner und Schafe kennen keine Pause. Das Euter ist morgens und abends prall gefüllt, melken also unerlässlich. Und Futter wächst nicht von alleine ins Maul. Kund*innen hätten sicherlich wenig Verständnis für leere Milchregale am 27. Dezember, oder? Gerade weil die Haltung von Tieren eine bilaterale Angelegenheit ist – Menschen halten Tiere, und die Tiere halten den Menschen (und sei es auf Trab :)) – dringt die besondere Stimmung im Advent bis in die Ställe. (mehr …)

Sieben Körner – sieben Tage – sieben Planeten Dem besonderen Rhythmus auf der Spur

Am 17. November 2017 von in   |

 

Getreide hat es in „kohlenhydratarmen“ Diät-Zeiten nicht gerade leicht. Dabei liefert das volle Korn richtig gut Energie – dank der idealen Kombination aus Kohlenhydraten, Mineralstoffen und Vitaminen. Und das schon seit Jahrtausenden, denn mit der Verwandlung der Gräser in Getreidepflanzen begannen Agrarkultur und das Sesshaft-Werden der Menschheit. Weil die Körner nicht nur den Körper nähren, sondern nach einem ganzheitlichen Verständnis auch seelische und geistige Prozesse im Menschen fördern, verdienen sie es wirklich, immer mal wieder neu entdeckt zu werden. In der anthroposophischen Ernährungslehre wird ein spannender Bezug hergestellt: sieben Körner, sieben Tage, sieben Planeten. (mehr …)

Essen nach Farben Geschmack und Gesundheit hängen von der Färbung ab

Am 23. Oktober 2017 von in   |

Wann ist die Welt farbenprächtiger als jetzt im Herbst? Rote, ein paar noch grüne und viele gelbe sowie braune Blätter erfreuen unser Auge. Daran kann ich mich gar nicht satt sehen. Also draußen im Wald schnell noch die „Farbspeicher“ füllen für die bevorstehenden tristen Tage. Apropos Farbspeicher – wie wäre es denn mal mit „Essen nach Farben“? Denn auch im Gemüse- und Obstregal herrscht üppige farbliche Vielfalt. Und die ist nicht nur fürs Auge toll, sondern via Gaumen, Magen und Darm auch für die Gesundheit. Pflanzenfarbstoffe gehören nämlich zu den wichtigen sekundären Pflanzenstoffen, denen schon konkrete gesundheitliche Nutzen zugeordnet werden können, obwohl sie längst noch nicht umfassend erforscht sind. Außerdem bestimmt die Farbe von Obst und Gemüse den Geschmack mit. Na dann gleich mal ganz farbenfroh den Tisch decken!

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Bruder Tier? Regenjäckchen für Hunde, Stallsicherheit für Ziegen?

Am 28. August 2017 von in

Ich hatte euch ja schon mal von den Suchspielen der Chefin mit ihren drei Hütehunden erzählt. Wenige feine, menschliche Körpersignale verleiten die Abkömmlinge von Wölfen zu einem impulsiv eingesprungenen „Platz“ oder zu einem furiosen Spurt in Richtung versteckter Käsewürfel. Absolut lächerlich finde ich das. Aber wenn ich den drei Hunden (und der Chefin) ins Gesicht schaue, entdecke ich da durchaus ein breites Grinsen. Erklären diese Beobachtungen schon ein wenig den menschengemachten Unterschied zwischen uns sogenannten Nutztieren und den Haustieren wie Hund, Katze, Meersau? Der beschäftigt mich seit ein paar Tagen intensiv – ihr ahnt es, ich habe mal wieder ein Gespräch mit einer Hofbesucher-Gruppe belauscht. Da waren einige besonders lautstark. Sie sprachen immer wieder vom „Bruder Tier“. (mehr …)

Wie aus Milch Käse wird Von der Kunst des Käsens

Am 17. Juli 2017 von in

Ihr habt´s gut: steht vor der Käsetheke im Biomarkt und seht die Riesenauswahl leckerster Käse. Wer von euch denkt bei der Entscheidung, welche Spezialität diesmal mit nach Hause kommt, schon darüber nach, wie aus flüssiger Milch solch eine Vielfalt entstehen kann? Dahinter steckt richtige Handwerkskunst, das Käsen. Ich als oberste Ziege hier in der Zickenzone, habe natürlich Insider-Informationen dazu. (mehr …)

Nahrungs-Konkurrenz Hier tobt der evolutionäre Kampf

Am 20. Juni 2017 von in

Wir befinden uns mitten in einem evolutionären Prozess. Gut, ihr werdet vielleicht Achsel zuckend denken, ist das nicht permanent so? Was soll an dieser Information von dieser oberschlauen Oberziege Emely denn neu sein? Aber ich greife hier und jetzt einen evolutionären Prozess auf, der wohl den wenigsten schon bewusst sein dürfte. Ich spreche von Nahrungskonkurrenz! Okay, okay, auch das gibt es bereits. Stimmt! Löwen konkurrieren mit Geiern und Hyänen am erbeuteten Stück Fleisch. Das war schon immer so, ist auch heute so – dort, wo es noch Löwen, Geier, Hyänen und Beute gibt. (mehr …)

Mehr als ein kleiner Unterschied: Bio mit dynamischem Akzent Warum mich Demeter überzeugt

Am 15. Mai 2017 von in

Sind wir nicht alle ein bisschen bio? Inzwischen ist es fast schon eine Selbstverständlichkeit, leckeres Bio-Gemüse und -Obst, ökologisches Dinkelmehl, handwerklich gekonnt gebackenes Brot und all die vegetarischen und veganen Spezialitäten zu kaufen. Und das ist auch gut so! Bei mir fing das Experimentieren mit den Öko-Sachen im letzten Jahrtausend an, und da am Ende der 1970ziger Jahre – oh mein Gott, es wird hier richtig nostalgisch und ganz persönlich. Schwangerschaften und Geburten meiner beiden Töchter waren die Anlässe, die gesellschaftspolitische Auseinandersetzung die inhaltliche Motivation. Das erleben viele Neu-Kund*innen in den Naturkostfachgeschäften, Biosupermärkten und Hofläden heute sicherlich ganz ähnlich. (mehr …)