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In Japan gibt es an an jeder Straßenecke kleine Läden, die tagsüber und auch die ganze Nacht hindurch ein Basissortiment an Lebensmitteln und Drogeriewaren anbieten. Sie heißen umgangssprachlich Kombini (コンビニ), abgeleitet vom englischen Wort Convenience Shop. Als im letzten Sommer ganz in meiner Nachbarschaft ein neuer denn’s Biomarkt eröffnete, bezeichnete ich ihn spontan als meinen „Bio-Kombini“ – und bei diesem Namen ist es geblieben. Auch wenn er nicht nachts geöffnet hat, bringt er ein ganzes Stück Bequemlichkeit in eine Wohngegend, in der sich sonst nicht so viele Einkaufsmöglichkeiten befinden.

Im Vergleich zu den Biomärkten in den 80er Jahren hat sich einiges geändert: Kein kleines Lädchen mit Türharfe und übereinander gestapelten Produkten in wackeligen Regalen, wie sie Johannes Korten in seinem Blogbeitrag beschreibt, sondern appetitlich präsentiertes saisonales Obst und Gemüse sowie eine Käsetheke und ein Bäcker begrüßen mich gleich am Eingang. Weshalb ich vorwiegend in Biomärkten einkaufe? Ich unterstütze damit den landwirtschaftlichen Bio-Anbau, der mir sehr am Herzen liegt. Außerdem locken mich viele der konventionellen Markenprodukte nicht, ich mag keine Coca Cola und auch kein Snickers mehr.

Spannend finde ich es, anderen Menschen in den Einkaufskorb zu gucken, ich linse fast immer, was die Kunden vor mir auf das Fließband an der Kasse legen. Ich vertreibe mir die Wartezeit damit, anhand der gekauften Produkte zu erahnen, was das wohl für ein Mensch ist. Wahrscheinlich haben Haul-Videos auf Youtube, in denen ein Einkauf präsentiert wird, deshalb so großen Erfolg: Einkaufskörbe erzählen über den Alltag, von Menschlichkeiten und gesellschaftlichen Strömungen.

Eigentlich wollte ich an diesem Sommer-Samstag nur eine Wassermelone, Erdbeeren, ein Frucht-Müsli und ein Eis in meinem „Kombini“ denn’s kaufen. Das Vanille-Eis vermische ich übrigens gern mit 1-2 Teelöffeln Matcha-Pulver – mein Matcha-Eis-Tipp für alle, die sich nicht selbst ein Eis machen wollen. Dann lachte mich noch der Rhabarbersirup, die Barbecuesoße und ein kühlender Minztee mit drei unterschiedlichen Sorten an Minze an.

Der Gang zum Naturkosmetikregal in Biomärkten ist für mich als Beauty-Bloggerin quasi obligatorisch, ich gehe fast nie ohne ein Produkt aus dem Geschäft. In meiner sommerlichen Einkaufstasche können sich dann die verschiedensten Produkte befinden: Zur Grundausstattung in meinem Haushalt gehört die Pin Maritime-Seife von Savon du Midi, deren großartiger Duft mich an meine Reise an den französischen Atlantik erinnert. Im Sommer ist auch das Citrus Erfrischungsöl von Weleda ein Must, der zitronige Duft ist für mich Sommer pur! Neu entdeckt habe ich die beiden kleinen Flaschen Duschgel Minze&Limette und das Volumen Shampoo Goji&Melone von Sante: Das Duschen und Haarewaschen ähnelt dann einem Fruchtcocktail mit spritziger Minze und fruchtiger Melone. Seitdem ich bei Santaverde in Andalusien war, schätze ich das Aloe Vera Gel pur als After Sun-Pflege noch mehr als vorher, gerade gibt es eine praktische Reisegröße davon. Als Allround-Produkt setze ich die leicht getönte Summer Time Face&Body Lotion von Martina Gebhardt ein, an warmen Tagen reicht sie mir für Gesicht und Körper aus. Nach Banane duftet die tropische Körpermilch von Nonique, die auf Kokosöl basiert. Da ich schon etwas gebräunt bin, finde ich es gut, dass der Surf+Fun Sonnencreme LSF 50 von Eco Cosmetics etwas stärker getönt ist und damit das Weißeln auf der Haut reduziert. Ein Impulskauf zum Schluss ist die Tiefenreinigungsmaske von Lavera, Limone und Totes Meersalz lachten mich auf dem Sachet an – es ist schließlich Sommer!

Wo geht ihr gern einkaufen? Guckt ihr auch, was die Kunden vor euch auf das Fließband legen (oder ist das nur eine Marotte von mir)?

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